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Nachricht vom 27.08.2026
Rheinland-Pfalz
Drei Wochen ohne Smartphone: Ein Experiment in Rheinland-Pfalz
Wie gestaltet sich der Alltag von Jugendlichen, wenn das Smartphone plötzlich verschwindet? Diese Frage untersucht eine dreiteilige ARD-Doku unter der Leitung von Tobias Krell. Rund 100 Jugendliche aus Rheinland-Pfalz verzichteten drei Wochen lang auf ihre Handys. Die Ergebnisse sind ab dem 2. September in der ARD-Mediathek zu sehen.
Tobias Krell. Foto: Rolf Vennenbernd/dpaMainz. Tobias Krell, bekannt als "Checker Tobi", führte nicht nur durch das Experiment, sondern nahm selbst daran teil. Auch sein Smartphone wurde für die Dauer des Experiments weggesperrt. ?Ich habe mich vor allem auf die social-media-freie Zeit gefreut?, sagte Krell der Deutschen Presse-Agentur. Erstaunt war er darüber, wie schnell er sich an das Fehlen des Handys gewöhnte.

Bis zu 15 Stunden am Tag verbrachten die Jugendlichen zuvor am Bildschirm. Das Weglassen des Smartphones bedeutete für einige, nicht mehr an digitalen Gesprächen und Trends teilhaben zu können. Krell bemerkte ebenfalls, dass ihm der einfache Austausch mit Freunden und Familie fehlte, ebenso wie praktische Funktionen wie der digitale Kalender.

Ein Team von Forschenden begleitete das Experiment und untersuchte Auswirkungen auf Schlaf, Bewegung und Konzentration. Schnell zeigte sich: Alle Teilnehmer berichteten von besserem Schlaf. Doch auch Phantomvibrationen und der Griff nach einem nicht vorhandenen Handy waren häufige Phänomene.

Die Doku greift damit eine aktuelle Debatte auf: Sollten Smartphones aus Schulen verbannt werden? Krell sieht Medienbildung als Lösungsansatz. Jugendliche sollten lernen, verantwortungsvoll mit digitalen Medien umzugehen. Er selbst hat seine eigene Bildschirmzeit reduziert und hofft, dass Eltern und Kinder die Doku gemeinsam anschauen.

Als Tipp empfiehlt Krell einen Tag ohne Smartphone zu gestalten: Morgens ein analoger Wecker, Bewegung draußen, ein Kochbuch statt einer App und ein handgeschriebener Einkaufszettel. Dies könne helfen, den eigenen Umgang mit dem Smartphone zu reflektieren. (dpa/bearbeitet durch Red)
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