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Pressemitteilung vom 22.08.2026
Rheinland-Pfalz
Regen als letzte Hoffnung: Pilzsaison in Rheinland-Pfalz ungewiss
Die Trockenheit in Rheinland-Pfalz hat nicht nur den Pflanzen, sondern auch den Pilzen stark zugesetzt. Experten sind sich einig: Nur ausgiebiger Regen kann die Pilzsaison noch retten. Doch ob und wann dieser kommt, bleibt unklar.
Schlechte Pilzernte droht. (Foto: Felix Kästle/dpa)Kradenbach/Mauchenheim. Pilzsammler in Rheinland-Pfalz müssen sich dieses Jahr in Geduld üben und auf einen hoffnungsvollen Wetterbericht hoffen. Nach einer langen Trockenperiode stehen die Chancen auf eine erfolgreiche Pilzsaison schlecht. Experten betonen, dass nur andauernder Regen die verspätete Saison noch in Gang bringen könnte. Eine sichere Prognose sei derzeit schwierig, erklärt der Pilzsachverständige Klaus Rödder aus der Vulkaneifel. Entscheidend seien die Menge und Dauer des Regens in den kommenden Wochen. "Es kann auch sein, dass die Pilzsaison ganz ausfällt", warnt Rödder. Bereits geplante Pilzwanderungen für Anfang September wurden abgesagt.

Pilze leiden besonders unter der Trockenheit, erklärt Dr. Till Panter aus Rheinhessen. Der eigentliche Pilz lebt als Myzel im Boden und ist von der extremen Trockenheit möglicherweise bereits geschädigt. Für das Wachstum der Fruchtkörper sind zwei Faktoren entscheidend: kühle Nächte und anhaltende Feuchtigkeit im Boden. Ohne diese Bedingungen können sich keine Fruchtkörper bilden.

Sollte es in den nächsten eineinhalb Monaten ausreichend regnen, könnte sich das Pilzmyzel erholen und noch Fruchtkörper bilden. "Wenn es so bleibt, wird man wenig bis gar nichts finden", sagt Panter. Selbst bei günstigem Wetter werde es keine herausragende Pilzsaison mehr geben. Die Situation könne sich jedoch regional unterschiedlich entwickeln.

Während Pfifferlinge in Rheinhessen kaum zu erwarten sind, könnten Steinpilze bei passenden Bedingungen im September oder Oktober erscheinen. Beide Arten leben in Symbiose mit Bäumen und sind daher besonders anfällig für Trockenheit. Der Zustand der Partnerbäume beeinflusst direkt das Pilzwachstum.

Beobachtungen zeigen, dass viele Pilzarten inzwischen später wachsen als früher. Die Saison verschiebt sich zunehmend Richtung November, da sich Pilze nicht mehr an traditionelle Zeitangaben halten. "Pilze halten sich schon lange nicht mehr an die Zeiten aus den Lehrbüchern", bemerkt Rödder. (dpa/KI/Red)
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