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| Nachricht vom 17.08.2026 |
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| Rheinland-Pfalz |
| Niedrigwasser im Rhein: Bauherren in Rheinland-Pfalz vor Herausforderungen |
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| Die anhaltend niedrigen Pegelstände des Rheins haben spürbare Auswirkungen auf die Baubranche in Rheinland-Pfalz. Steigende Transportkosten und Lieferverzögerungen setzen Bauherren zunehmend unter Druck. |
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Frankfurt/Main. Das Rekord-Niedrigwasser im Rhein beeinträchtigt die Baubranche erheblich. Transportschiffe können weniger laden, was zu Verzögerungen bei Materiallieferungen führt und die ohnehin hohen Materialpreise weiter steigen lässt. Thomas Reimann, Präsident des Verbands Baugewerblicher Unternehmer Hessen, erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: "Wir sehen etwa, dass Transporte auf dem Wasser zunehmend schwieriger werden. Das führt auch zu Problemen beim Bau von Mehrfamilienhäusern oder Schulen, da Lieferzeiten sich verlängern." Besonders Sand und Kies, die per Schiff transportiert werden, sind betroffen, was sie teurer macht.
Der Bauindustrieverband HDB warnt ebenfalls vor den Folgen des Niedrigwassers. Lieferengpässe für Baustoffe wie Bitumen, Split und Natursteine könnten eintreten, wenn die Situation anhält. Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des HDB, betont: "Im Extremfall werden zusätzliche Schiffe benötigt oder Transporte müssen teilweise doch auf Schiene und Straße verlagert werden." Dies sei jedoch teuer und begrenzt möglich, was zu höheren Kosten und möglichen Bauverzögerungen führen könne.
Die steigenden Baukosten sind laut Statistischem Bundesamt ein wesentlicher Grund für den stockenden Wohnungsbau in Deutschland. Rund eine Million Wohnungen fehlen, was die Mieten in Städten erhöht. Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) kritisierte unlängst die gestiegenen Baukosten als "unsägliches Niveau" und kündigte Gegenmaßnahmen an.
Mehr Nachhaltigkeit am Bau könnte eine Lösung sein, so Reimann. Er schlägt vor, mehr recycelte Baustoffe zu verwenden und leere Büros in Wohnraum umzuwandeln. Allerdings stehen rechtliche Hürden im Weg, da recycelte Materialien oft als Abfall klassifiziert werden. "Die Milliarden-Sondervermögen für Infrastruktur sind hier eine große Chance", meint Reimann.
HDB-Hauptgeschäftsführer Müller sieht nachhaltiges Bauen als wichtigen Hebel zur Ressourceneffizienz, warnt jedoch, dass Recycling-Baustoffe allein nicht ausreichen. Auch diese seien derzeit teurer und schwerer zu transportieren. Müller fordert gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Transportkapazität auf dem Mittelrhein, um die Planbarkeit der Binnenschifffahrt zu verbessern. (dpa/bearbeitet durch Red)
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| Nachricht vom 17.08.2026 |
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