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| Nachricht vom 15.08.2026 |
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| Region |
| Pläne für Ortsumgehung Rennerod und Ausbau der B255 vorgestellt |
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| Bei einem Ortstermin in Langenhahn standen die Verkehrsbelastung und der Ausbau der Bundesstraßen im Westerwald im Fokus. Politiker und Kommunalvertreter diskutierten über die Ortsumgehung Rennerod, den Zustand der B255 sowie die Prioritäten künftiger Baumaßnahmen. |
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Langenhahn. Diese Neuigkeit dürfte die Menschen in Rennerod freuen: Die Ortsumgehung Rennerod hat im Bundesverkehrswegeplan einen vordringlichen Bedarf. Diese Nachricht überbrachte der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Achim Schwickert bei einem Ortstermin an der B255 in Langenhahn.
Zum Termin hatte der CDU-Europaabgeordnete für das nördliche Rheinland-Pfalz, Ralf Seekatz, eingeladen. Am Termin nahmen auch der Landtagsabgeordnete Janick Pape und der Bundestagsabgeordnete Harald Orthey sowie Vertreter der Verbandsgemeinden und Kommunen entlang der Bundesstraße 255 teil.
Politische Debatte und wirtschaftliche Bedeutung
Seekatz begründete sein Interesse am Ausbau der B255 damit, dass es eine Herzensangelegenheit für ihn sei. Er berichtete von den ersten Planungen in den 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Bei seinen Ausführungen sparte der Europapolitiker nicht mit Kritik an der ehemaligen SPD-geführten Landesregierung, die den Ausbau der B255 in den letzten 20 Jahren verhindert habe. Er gab vor allem dem ehemaligen Landtagspräsidenten Hendrik Hering die Schuld. Aktuell befände sich das Projekt in den Händen des Landtagsabgeordneten Janick Pape, dem Nachfolger von Seekatz in Mainz.
Seekatz erklärte, dass der Lkw-Verkehr aufgrund niedriger Flusspegelstände noch mehr zunehmen werde. Daher sei es sehr wichtig, die Wirtschaft und die Menschen entlang der Bundesstraße zu entlasten. Die B255 sei bis zum Hahner Stock bereits ausgebaut, aber dann sei Schluss.
Mehr über den Ausbau der B255 bis zum Hahner Stock wusste Klaus Lütkefedder, Landratskandidat und Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Wallmerod, zu berichten. Er schilderte, wie der Ausbau der Bundesstraße zu einer Stärkung des Wirtschaftsstandorts Hahn am See geführt habe. Die Gemeinde habe im vergangenen Jahr sogar Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 2,2 Millionen Euro erzielen können, so Lütkefedder. 2012 betrugen diese Einnahmen noch 8.000 Euro. Der Ausbau der B255 bringe nicht nur eine Entlastung der Menschen, sondern erhöhe auch die Attraktivität der Kommune für Unternehmen.
Belastungen für Anwohner und Prioritäten beim Ausbau
Als betroffener Ortsbürgermeister von Langenhahn berichtete Frank Weingarten von täglich 2.000 Lkw, die durch den Ort fahren. Das hohe Verkehrsaufkommen führe immer wieder zu brenzligen Situationen im Straßenverkehr. Weiter berichtete Weingarten, dass die Verkehrssituation sogar dazu geführt habe, dass einige Anwohner weggezogen seien. Er wisse, dass das Problem nicht von einem auf den anderen Tag geklärt werden könne. "Aber wir müssen mal damit anfangen", betonte Weingarten.
Von einem Abfluss der Wirtschaft in den Süden des Landkreises sprach Markus Hof, VG-Bürgermeister von Westerburg. Der Landtagsabgeordnete Pape sprach sogar von der B255 als Lebensader im Westerwald. Die Verkehrsbelastung verursache nicht nur Lärm, sondern auch Dreck und vermindere die Wohnqualität in den betroffenen Kommunen, so Pape.
Ähnliches berichtete Gerrit Müller, VG-Bürgermeister von Rennerod, über die B54. Das hohe Verkehrsaufkommen, das durch die Stadt führe, sei verantwortlich für den Kaufkraftverlust in Rennerod. Müller zeigte sich optimistisch, dass die neue Landesregierung die Ortsumgehung voranbringen werde. Diese Hoffnung schürte Verkehrsminister Schwickert noch mehr, als er berichtete, dass die Ortsumgehung im vordringlichen Bedarfsplan sei. Aktuell befinde sich das Projekt in der Planungsphase, so Schwickert.
Dem Ausbau der B255 und den Hoffnungen der betroffenen Kommunen verpasste er aber einen Dämpfer. Nach der Ortsumgehung B54 stehe erst einmal der dreispurige Ausbau der B255 ab Hahner Stock bis Obersayn an. Dafür werde nur noch das Baurecht benötigt. Der Ausbau der B255 stehe auf Platz drei, so der Verkehrsminister. Ihm pflichtete der Bundestagsabgeordnete Harald Orthey bei und sagte den anwesenden Ortschefs und Vertretern der Lokalpolitik, dass nicht alle Wünsche umgesetzt werden können, denn der Bund habe nur begrenzte Mittel. |
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