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Pressemitteilung vom 13.08.2026
Region
Höchstenbacher Kirche erhält neuen Boden und mehr Flexibilität
In der rund 800 Jahre alten Evangelischen Kirche Höchstenbach laufen umfangreiche Renovierungsarbeiten. Bis zum nächsten Frühjahr werden unter anderem Boden, Heizung und Elektrik erneuert. Auch die Nutzung des Innenraums soll sich künftig verändern.
(Fotos: Peter Bongard)Höchstenbach. Die Evangelische Kirche Höchstenbach ist derzeit eine Großbaustelle. Im Innenraum liegen Schutt und Steine, der Altarraum ist großflächig abgehangen. Seit Juli wird das rund 800 Jahre alte Gotteshaus umfassend erneuert. Spätestens im nächsten Frühjahr sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Neue Technik und flexiblere Nutzung
Es handelt sich um den zweiten und letzten Bauabschnitt der Renovierung. Im vergangenen Jahr wurden bereits das Seitenschiff und die Apsis neu eingedeckt. Außerdem erhielt die Außenfassade einen neuen Anstrich. Nun konzentrieren sich die Arbeiten auf den Innenraum.

Die veraltete Elektroinstallation und die Heizungsanlage werden erneuert. Die bisherige Sitzbankheizung wird durch eine neue Heizung ersetzt. Architektin Bianca Mille koordiniert die Arbeiten und stimmt sich mit den beteiligten Fachfirmen ab.

Auch die Ausstattung des Kirchenraums wird verändert. In den ersten Reihen sollen künftig Stühle anstelle von Bänken stehen. Im Seitenschiff werden die vorhandenen Bänke weitgehend zurückgebaut. Dadurch kann der Raum flexibler genutzt werden. Einbaumöbel schaffen zusätzlichen Stauraum und sollen die fehlende Sakristei teilweise ausgleichen.

Neuer Boden aus Sandstein
Für die Verlegung der Leitungen musste der Kirchenboden geöffnet werden. Der bisherige Boden bestand aus belastetem Gussasphalt, der fachgerecht ausgebaut und entsorgt wird. An seine Stelle treten Sandsteinplatten.

Der neue Belag wird auf einem diffusionsoffenen Unterbau verlegt. Dadurch kann Feuchtigkeit künftig über die Bodenfläche entweichen. Sie soll sich dadurch weniger stark in die angrenzenden Wände verlagern.

Auch die mittelalterlichen Wandmalereien im Chor werden gereinigt und konserviert. Sie unterscheiden sich deutlich vom barock gestalteten Kirchenschiff. Das neue Farbkonzept soll die verschiedenen historischen Zeitschichten nicht vereinheitlichen, sondern gestalterisch miteinander verbinden.

Kosten liegen bei 740.000 Euro
Die aktuelle Renovierung kostet rund 740.000 Euro. Einschließlich der bereits abgeschlossenen Außensanierung belaufen sich die Gesamtkosten auf 1,3 Millionen Euro. Den größten Anteil trägt die Landeskirche. Die Kirchengemeinde übernimmt rund 20 Prozent der Kosten.

Nach Abschluss der Arbeiten soll die Kirche weiterhin ihren historischen Charakter bewahren und zugleich besser für kirchliche und kulturelle Veranstaltungen genutzt werden können. (PM/KI/Red)
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