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Nachricht vom 12.08.2026
Region
Westerwald erlebt magischen Abend: Sonnenfinsternis fasziniert die Region
Ein seltenes und faszinierendes Naturschauspiel hat am Mittwochabend, dem 12. August 2026, die Menschen im Westerwald in seinen Bann gezogen. Kurz vor Sonnenuntergang schob sich der Mond vor die Sonne und sorgte für eine tiefe partielle Sonnenfinsternis.
Fotos: Wolfgang TischlerAltenkirchen/Montabaur/Neuwied. Bei bestem Sommerwetter und wolkenlosem Himmel boten sich auf den Höhenzügen der Region spektakuläre Ausblicke. Das kosmische Spektakel begann um 19:19 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt knabberte der Neumond vom oberen rechten Rand her die Sonnenscheibe an. Bis zum Höhepunkt der Finsternis um 20:13 Uhr verdeckte der Mond rund 88 Prozent der Sonne.

Da das Gestirn bereits tief im Westen stand, verwandelte sich die Sonne in eine hauchdünne, leuchtende Sichel direkt über dem Horizont. Das Tageslicht veränderte sich merklich: Eine fahlgraue, fast unwirkliche Dämmerung legte sich über die Landschaft, begleitet von einem spürbaren Temperatursturz auf den windigen Anhöhen. Um 21:04 Uhr sank die Sonne schließlich als Sichel unter den Horizont.

Ansturm auf die Aussichtspunkte
Da für die Beobachtung ein freier Blick nach Westen nötig war, zog es Himmelsgucker und Fotografen auf die bekannten Aussichtspunkte der Region: unter anderem den Ottoturm (Kirchen), Köppel und Malberg. Spaziergänger nutzten die freien Kuppen für einen ungestörten Blick. Überall im Westerwald standen Menschen an Feldrändern und blickten durch zertifizierte Schutzbrillen gen Himmel.

Perfekte Nacht für Sternschnuppen folgt
Für die Menschen im Westerwald ist das Astronomie-Erlebnis mit dem Sonnenuntergang bislang nicht vorbei. Durch den Neumond ist der Himmel in der kommenden Nacht stockdunkel. Das bietet ideale Bedingungen, um das zeitgleiche Maximum der Perseiden-Sternschnuppen zu beobachten. Bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde könnten in der Nacht über dem Westerwald zu sehen sein.

Wann kommen die nächsten Sonnenfinsternisse?
Wer das heutige Spektakel verpasst hat oder vom Astrofieber gepackt wurde, muss nicht allzu lange auf Nachschub warten. Die nächsten Termine im Überblick:
2. August 2027(partielle Finsternis): Bereits im nächsten Jahr schiebt sich der Mond wieder vor die Sonne. Diesmal bequem am späten Vormittag gegen 11 Uhr, sodass kein freier Horizont nötig ist. Die Sonne wird im Westerwald zu etwa 30 bis 40 Prozent verdeckt. In Nordafrika (z. B. Luxor) wird diese Finsternis sogar total.

26. Januar 2028 (partielle Finsternis): Ein weiteres Event im Winter. Die Verdunkelung fällt allerdings recht gering aus und findet erneut am späten Nachmittag kurz vor Sonnenuntergang statt.

1. Juni 2030 (partielle Finsternis): Eine gut sichtbare, ausgeprägte partielle Finsternis am Vormittag über ganz Deutschland.

3. September 2081 (Totale Finsternis): Auf die nächste totale Sonnenfinsternis in Deutschland – bei der es tagsüber stockdunkel wird – müssen wir noch sehr lange warten. Der Kernschatten zieht dann vor allem über Südwestdeutschland.
woti
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