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Pressemitteilung vom 06.08.2026
Rheinland-Pfalz
Schwickert: Drohne in Leipzig ist Warnung für Deutschland
Der Fund einer Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig/Halle hat die Sicherheitslage in Deutschland erschüttert. Der rheinland-pfälzische Innenminister Achim Schwickert sieht darin eine ernsthafte Bedrohung, die neue Maßnahmen erfordert.
Drohnenabwehrkompetenz in Rheinland-Pfalz. (Foto: Andreas Arnold/dpa)Mainz. Der rheinland-pfälzische Innenminister Achim Schwickert bezeichnete den Fund der Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig/Halle als "eine Warnung für ganz Deutschland". Er betonte, dass solche Bedrohungen eine grundlegende Veränderung der Sicherheitslage im Luftraum darstellen und neue Antworten verlangen. Rheinland-Pfalz sei jedoch gut vorbereitet, da es frühzeitig Maßnahmen zur Drohnenabwehr eingeleitet habe. Mit Standorten wie der Air Base Ramstein und dem Flughafen Hahn im Hunsrück gehöre das Bundesland zu den führenden bei der polizeilichen Drohnenabwehr.

Am Flughafen Leipzig/Halle wurde in der Nacht zum Mittwoch eine Sprengstoffdrohne entdeckt, die nahe einer ukrainischen Transportmaschine lag. Spezialisten der Bundespolizei entschärften die Vorrichtung. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine verdeutliche laut Schwickert, dass Drohnen mittlerweile Teil moderner Konflikt- und Bedrohungsszenarien sind. Er warnte, dass die Grenzen zwischen innerer und äußerer Sicherheit zunehmend verschwimmen.

Bis Ende 2027 plant Rheinland-Pfalz, sieben Millionen Euro in moderne Technik und die Ausbildung spezialisierter Einsatzkräfte zu investieren, um die kritische Infrastruktur besser zu schützen. Schwickert betonte, dass die Bedrohungen sich ständig weiterentwickeln und dass militärisch genutzte oder technisch leistungsfähige Drohnen neue Herausforderungen darstellen. "Unser Anspruch ist es, die Menschen in Rheinland-Pfalz bestmöglich zu schützen."

Drohnenabwehr erfordert enge Zusammenarbeit

Rheinland-Pfalz setzt auf einen verbundorientierten Ansatz und arbeitet eng mit der Bundespolizei, der Bundeswehr und weiteren Sicherheitsbehörden zusammen. Eine einzigartige Kooperation besteht mit der US Air Force, um Verfahren zur Detektion unbemannter Luftfahrtsysteme zu entwickeln. Gemeinsame Übungen und ein kontinuierlicher Erfahrungsaustausch sind Bestandteil dieser Zusammenarbeit. Rheinland-Pfalz bringt seine Erfahrungen auch in die bundesweite Weiterentwicklung der professionellen polizeilichen Drohnenabwehr ein.

Wie die Lage bei der Ramstein Air Base ist

Laut einer britischen Analyse ist Deutschland besonders von mutmaßlich russischen Drohnenkampagnen betroffen. Zwischen August 2024 und Februar 2026 wurden 58 Vorfälle registriert, darunter sechs ungeklärte Überflüge über dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein. Die Air Base Ramstein ist ein zentrales Ziel für Spionage, da sie militärische und logistische Aktivitäten der USA und der Nato koordiniert.

Sichtungen auch bei BASF

Auch beim Chemiekonzern BASF in Ludwigshafen wurden mysteriöse Drohnen gesichtet. Eine Sprecherin teilte mit, dass die Sicherheitslage sich seit Beginn des russischen Angriffskriegs verändert habe und Drohnen zunehmend für Spionage genutzt würden. BASF arbeite eng mit Behörden zusammen, um Schutzmaßnahmen zu ergreifen und bleibe durch robuste Prozesse handlungsfähig. (dpa/KI/bearbeitet durch Red)

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