WW-Kurier
Ihre Internetzeitung für den Westerwaldkreis
Pressemitteilung vom 30.07.2026
Region
Ausbildung in Rheinland-Pfalz: Gute Chancen für Kurzentschlossene
Zum Start des Ausbildungsjahres am 1. August zeigt die IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz eine positive Bilanz. Trotz sinkender Schulabgängerzahlen bleibt die duale Ausbildung gefragt. Doch es gibt Herausforderungen, die gelöst werden müssen.
Symbolbild: Pixabay.Koblenz. Am 30. Juli präsentierte die IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz ihre Bilanz zum Ausbildungsmarkt. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge liegt mit rund 9.200 auf einem stabilen Niveau (Stand: 27. Juli 2026). Dr. Holger Bentz, Sprecher Ausbildung der IHK-Arbeitsgemeinschaft, betont die Beliebtheit der dualen Ausbildung trotz wirtschaftlicher Herausforderungen: "Mit Blick auf die sinkende Zahl der Schulabgehenden und die aktuelle wirtschaftlich belastende Situation zeigt das deutlich die Beliebtheit der dualen Ausbildung bei jungen Menschen."

Dennoch bleibt die Besetzung offener Ausbildungsstellen eine Herausforderung. Auch nach dem offiziellen Start sind in vielen Berufen noch Plätze verfügbar, was Kurzentschlossenen gute Möglichkeiten bietet. Laut den IHKs ist dies nicht auf ein geringes Interesse an der dualen Ausbildung zurückzuführen. Bereits im vierten Jahr in Folge entscheiden sich mehr Jugendliche für eine Ausbildung als für ein Studium, so das statistische Landesamt.

Die Azubi-Umfrage 2026 der IHK-Arbeitsgemeinschaft zeigt zudem eine hohe Zufriedenheit unter den Auszubildenden. Allerdings gibt es strukturelle Probleme, die zur unbesetzten Stellen führen. Dazu gehört die steigende Zahl von Schulabgängern ohne Abschluss, eine Entwicklung, die laut Kulturminister Konferenz bis 2032 andauern könnte.

Betriebe melden, dass sie oft keine Bewerbungen auf ausgeschriebene Stellen erhalten oder Bewerber nicht die nötigen Voraussetzungen erfüllen. Dr. Bentz fordert eine systematische Berufsorientierung: "Die Jugendlichen müssen frühzeitig wissen, welche Fähigkeiten und Kenntnisse sie für ihren gewünschten Ausbildungsberuf erbringen müssen - eine systematische Berufsorientierung und Auseinandersetzung mit der Berufswahl ist zwingend notwendig." PM/Red
Pressemitteilung vom 30.07.2026 www.ww-kurier.de