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Pressemitteilung vom 30.07.2026
Rheinland-Pfalz
LKA-RP: Gebrauchte E-Autos sicher kaufen: Fünf Tipps vor dem Vertragsabschluss
Gebrauchte E-Autos rücken für viele Kaufinteressierte stärker in den Fokus. Gleichzeitig sind Batteriezustand, Ladehistorie und realistische Reichweite häufig schwer einzuschätzen - und genau diese Faktoren entscheiden darüber, ob ein Fahrzeug langfristig zur eigenen Mobilität passt.
(Symbolfoto / LKA RLP)Rheinland-Pfalz. Die Initiative "Sicherer Autokauf im Internet" (ISAK) gibt praxisnahe Orientierung und zeigt, welche Fragen Kaufinteressierte vor dem Vertragsabschluss stellen sollten.

Batteriezustand aktiv erfragen
Die Batterie ist eines der zentralen Bauteile eines Elektroautos und ihr Zustand ist von außen nicht erkennbar. Ein Batterie-Zertifikat oder Nachweis über den "State of Health" schafft Transparenz.

Reichweite und Ladegewohnheiten hinterfragen
Die vom Hersteller angegebene WLTP-Reichweite sollte realistisch eingeordnet werden: Fahrweise, Außentemperatur sowie Heizung oder Klimaanlage beeinflussen die tatsächliche Reichweite deutlich. Als batterieschonend gilt ein Ladebereich zwischen 20 und 80 Prozent. Kaufinteressierte sollten konkret fragen: Wie weit kam das Fahrzeug im Alltag? Wie wurde es überwiegend geladen? Wurde der Akku regelmäßig sehr voll oder sehr leer gefahren Zusätzlich: Ist das Fahrzeug schnellladefähig und welche Ladeleistung unterstützt es an
AC- und DC-Ladepunkten?

Batterie-Garantie, Wartung und Kaufvertrag prüfen
Viele Hersteller gewähren eine Batterie-Garantie von acht Jahren oder 160.000 Kilometern - meist greift sie, wenn die nutzbare Kapazität unter 70 Prozent fällt. Die genauen Bedingungen unterscheiden sich je nach Hersteller und Modell. Kaufinteressierte sollten prüfen: Wie viel Restgarantie besteht noch? Ist sie auf Folgebesitzer übertragbar? Welche Voraussetzungen - etwa eine lückenlose Wartungshistorie - gelten? Relevante Angaben sollten schriftlich festgehalten werden. Der ADAC stellt zum Beispiel eine kostenfreie Kaufvertragsvorlage für gebrauchte Elektrofahrzeuge zur Verfügung.

Ausstattung, Ladeleistung und Zubehör prüfen
Neben der Batterie entscheidet auch die Ausstattung über den Alltagsnutzen: Navi mit Ladeplanung, Sitz- oder Lenkradheizung und Wärmepumpe sind besonders gefragt. Kaufinteressierte sollten außerdem prüfen, ob alle Ladekabel und Zubehörteile vollständig vorhanden sind und ob Serviceheft, Prüfprotokolle und bekannte Mängel, Rückrufe oder technische Änderungen offengelegt wurden.

Auf Betrugssignale achten
Auch beim Onlinekauf gebrauchter Elektro-Fahrzeuge sollten Kaufinteressierte auf typische Betrugssignale achten. Dazu zählen gefälschte Dokumente, Phishing-Mails, verschwiegene Fahrzeughistorien oder die Aufforderung zur Vorkasse. "Bei unrealistisch günstigen Angeboten, fehlender Dokumentation zum Fahrzeug oder der Weigerung, eine unabhängige Prüfung zuzulassen, sollten Kaufinteressierte besonders aufmerksam sein", erklärt Julia Christiani von der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Über die Initiative "Sicherer Autokauf im Internet"
Die Initiative "Sicherer Autokauf im Internet" (ISAK) informiert Verbraucher über Sicherheitsfragen bei Onlinekäufen, insbesondere über den sicheren Autokauf im Internet. Gemeinsam bieten der ADAC, die Fahrzeugmärkte AutoScout24, Kleinanzeigen und mobile.de sowie die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes konkrete Hilfestellung bei kritischen Situationen oder bei Betrugsverdacht. (PM)
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