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| Nachricht vom 26.07.2026 |
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| Rheinland-Pfalz |
| Ministerpräsident Schnieder verurteilt islamistischen Terroranschlag in Berlin |
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| Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder äußerte sich fassungslos über den mutmaßlich islamistischen Terroranschlag, der sich am späten Samstagabend (25. Juli 2026) am Rande des Christopher Street Day (CSD) in Berlin ereignete. |
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Mainz. Der CDU-Politiker Gordon Schnieder zeigte sich erschüttert über den Terroranschlag im Berliner Tiergarten. Mehr als ein Dutzend Menschen wurden dabei verletzt, drei davon lebensgefährlich. Eine Frau starb bei dem Anschlag.
Trotz aller Sicherheitsmaßnahmen nebst Betonpollern und massiver Polizeipräsenz, fuhr ein 21-Jähriger mit libanesischen Wurzeln mit einem Kleintransporter am Rand der Veranstaltung in eine Menschenmenge. Der mutmaßliche Täter Abdul B. floh vom Tatort und ist seither untergetaucht.
Bundesweit wird nach Abdul B. gefahndet.
Gordon Schnieder sieht eine Bedrohung der offenen Gesellschaft
"Islamistische Ideologie bedroht unsere Freiheit und unsere offene Gesellschaft. Sie zeigt sich dort, wo queere Menschen bedroht, Antisemitismus verbreitet, Menschen aufgrund ihres Glaubens angefeindet und Hass gegen Andersdenkende geschürt werden - und gestern Abend mündete sie in Terror", sagte Schnieder gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Er sprach den Betroffenen und ihren Angehörigen sein Mitgefühl aus.
Für die Landesregierung von Rheinland-Pfalz sei es entscheidend, islamistischen Extremismus mit allen rechtsstaatlichen Mitteln zu bekämpfen. "Wer unsere Freiheit und Sicherheit angreift, muss die volle Härte des Rechtsstaats spüren", wiederholte Schnieder den Satz, der bislang nach jedem vergleichbaren Fall der letzten Jahre von Politikern gesagt wurde.
Schnieder fügte hinzu, dass Personen, die Schutz benötigen, diesen erhalten, während diejenigen, die kein Bleiberecht haben oder die öffentliche Sicherheit gefährden, das Land verlassen müssten. Die Regierung arbeite daran, bestehende Maßnahmen weiterzuentwickeln, und prüfe zusätzliche rechtliche sowie sicherheitsbehördliche Schritte.
Bätzing-Lichtenthäler plädiert für Toleranz und Gemeinschaft
Die rheinland-pfälzische Sozial- und Familienministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler hat den Angriff auf Passanten am Rande des CSD in Berlin als eine feige und verabscheuenswürdige Gewalttat bezeichnet. Sie äußerte sich im gleichen Zug: "Aber auch die klare Botschaft: Unsere Gesellschaft steht für Toleranz und Gemeinschaft und gegen jede Form von Hass und Hetze."
Mutmaßlicher Täter zu einer Haftstrafe auf Bewährung verurteilt
Der mutmaßliche Attentäter war bereits lange vorbestraft und ist laut WELT-Informationen erst im vergangenen Jahr nach Syrien gereist, um sich dem IS anzuschließen. Erst im Mai dieses Jahres wurde er zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt, die aber zur Bewährung ausgesetzt worden ist.
Den Kleintransporter hatte Abdul B. kurz vor der Tat angemietet. Noch ist nicht klar, ob er die Tat alleine beging, oder ob ein Netzwerk dahintersteht. Unmittelbar nach dem Anschlag wurde das Veranstaltungsgelände evakuiert.
Es hätte auch in Mainz passieren können
Auch in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz fand zeitgleich am Samstag (25. Juli) der CSD statt. "Wir waren geeint als Community für die gleiche Sache auf der Straße und stehen auch jetzt solidarisch zusammen", heißt es auf dem Instagram-Account des CSD Mainz. "Vielfalt ist unsere Stärke und wir lassen uns nicht einschüchtern. Dennoch sind unsere Gedanken bei den Opfern."
Kathrin Anklam-Trapp, Landesbeauftragte für gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechtsidentität, teilte mit: "Gemeinsam mit Tausenden Menschen haben wir gestern in Mainz beim CSD noch Liebe und Akzeptanz gefeiert und dafür demonstriert." Die schrecklichen Nachrichten aus Berlin träfen nun die gesamte Community tief.
(TS/dpa) |
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