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Pressemitteilung vom 16.07.2026
Rheinland-Pfalz
Fledermäuse in Gefahr: Hitze und Extremwetter bedrohen Lebensräume
Die zunehmende Erderwärmung und die damit verbundenen Wetterextreme setzen nicht nur Menschen, sondern auch heimischen Fledermausarten erheblich zu. Diese Tiere sind auf stabile Rückzugsorte angewiesen, doch Hitzewellen machen viele ihrer Quartiere unbewohnbar.
Symbolbild: Pixabay.Mainz. Wiederkehrende Hitzewellen und häufigere Extremwetterereignisse stellen eine wachsende Bedrohung für Fledermäuse dar. Während viele Menschen die Auswirkungen des Klimawandels spüren, geraten die Folgen für heimische Wildtiere oft aus dem Blickfeld. Auch Fledermäuse leiden unter den steigenden Temperaturen und den zunehmenden Wetterextremen.

Fledermäuse sind auf geeignete Quartiere mit einem stabilen Mikroklima angewiesen. Viele Arten nutzen Gebäudestrukturen wie Fassaden- oder Dachverkleidungen als Sommerquartiere. Während der nun stärkeren Hitzewellen können sich diese Rückzugsorte jedoch auf deutlich höhere Temperaturen aufheizen. Im schlimmsten Fall kommt es dabei zu Hitzestress, Dehydrierung bis hin zum Tod der Tiere. Sollten geschwächte oder dehydrierte Fledermäuse gefunden werden, ist es ratsam, eine Expertin oder einen Experten zu kontaktieren. Auf der Website der Koordinationsstelle Fledermausschutz Rheinland-Pfalz sind die entsprechenden Kontakte verfügbar. Außerdem steht die Koordinationsstelle Bürgerinnen und Bürgern bei allen fledermausspezifischen Themen beratend zur Seite.

"Immer mehr Quartiere werden durch Hitze zerstört. Lebensräume, in denen sich Fledermäuse lange wohlgefühlt haben, werden so unbewohnbar. Es flüchten bei plötzlich ansteigenden Temperaturen tagsüber ganze Wochenstuben mit teilweise über 50 Tieren aus ihren Quartieren. Diese müssen dann von Ehrenamtlichen eingesammelt und versorgt werden", erklärt Kerstin Krämer von der Koordinationsstelle Fledermausschutz des NABU Rheinland-Pfalz.

Neben der Hitze verstärken auch die zunehmende Trockenheit oder plötzlich eintretende Unwetter die Situation. Das Nahrungsangebot wird durch ausgetrocknete Wasserstellen oder eine durch Starkregen reduzierte Anzahl an Insekten stark eingeschränkt. Neben wirksamem Klimaschutz hilft es, Fledermäusen möglichst viele Ausweichquartiere zur Verfügung zu stellen. Spezielle Fledermauskästen können den Mangel oder die Zerstörung an natürlichen Quartieren zwar nicht ausgleichen, jedoch das schrumpfende Quartierangebot verbessern. PM/Red
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