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Nachricht vom 09.07.2026
Rheinland-Pfalz
Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal: Unzureichender Hochwasserschutz bleibt Thema
Der Schutz vor Hochwasser und Starkregen ist fünf Jahre nach der verheerenden Flutkatastrophe im Ahrtal weiterhin ein drängendes Thema. Eine aktuelle Umfrage des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zeigt, dass viele Menschen sich noch immer nicht ausreichend geschützt fühlen.
Nach der Flutkatastrophe. Foto: Boris Roessler/dpaBad Neuenahr-Ahrweiler. Fünf Jahre nach der katastrophalen Flut im Ahrtal, bei der über 180 Menschen ums Leben kamen, herrscht in Deutschland weiterhin große Unsicherheit bezüglich des Hochwasserschutzes. Eine repräsentative Umfrage im Auftrag des BUND ergab, dass 44,5 Prozent der Befragten an ihrem Wohnort unzureichend geschützt sind. Nur 35,7 Prozent glauben, dass Bund, Länder und Kommunen gut auf Hochwasser vorbereitet sind.

Die Geschäftsführerin Politik beim BUND, Verena Graichen, bezeichnet die Ergebnisse als einen "Weckruf an die Politik". Sie fordert Bund, Länder und Kommunen auf, den Schutz vor Starkregen und Hochwasser ernst zu nehmen und durchdachte Entscheidungen für ökologischen Hochwasserschutz zu treffen. "Mit naturbasierten Lösungen kann das Wasser bereits zu großen Teilen im Einzugsgebiet zurückgehalten werden. Die Flüsse bekommen so auch ausreichend Raum für Überschwemmungen, ohne Schaden anzurichten", erklärte Graichen.

Deutliche regionale Unterschiede zeigen sich in der Umfrage des Instituts Civey. Während sich in Bayern 44 Prozent der Befragten sicher fühlen, sind es in Brandenburg nur 30 Prozent. In Rheinland-Pfalz, einem der von der Ahrtalflut betroffenen Länder, fühlen sich 34 Prozent der Befragten sicher, in Nordrhein-Westfalen sind es 31 Prozent.

Die Flutkatastrophe im Ahrtal bleibt präsent. Nach starkem Regen kam es in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 zu einer verheerenden Sturzflut, die in Rheinland-Pfalz 136 Menschenleben forderte. Autos, Häuser und Existenzen wurden zerstört, und viele Menschen mussten mit Trauer und neuen Anfängen zurechtkommen.

Für die Umfrage wurden 10.000 Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren im Zeitraum vom 15. Juni bis 18. Juni 2026 befragt. (dpa/bearbeitet durch Red)
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