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Pressemitteilung vom 06.07.2026
Politik
Kommunale Wärmeplanung in Montabaur: Herausforderungen und Chancen
Die Verbandsgemeinde Montabaur steht vor der Herausforderung, die Wärmewende effizient und nachhaltig zu gestalten. Klimaschutzmanager Max Weber stellte im VG-Rat den Bericht zur Kommunalen Wärmeplanung vor. Dabei zeigte sich, dass individuelle Lösungen gefragt sind.
Ralf Halbauer ist Fraktionsvorsitzender der SPD im VG-Rat und auch als Solar- und Wärmebotschafter tätig. (Foto: Julian Herbst)
Montabaur. In der Sitzung des Verbandsgemeinderats Montabaur präsentierte Klimaschutzmanager Max Weber den Bericht zur kommunalen Wärmeplanung. Dieser Bericht, erstellt von der VG Montabaur wie von allen Kommunen in Deutschland, legt dar, dass die Siedlungsstrukturen im ländlichen Raum kaum Potenzial für zentrale Wärmenetze bieten. Stattdessen sollen Hauseigentümer auf klimafreundliche Heizsysteme umstellen, wobei die VG beratend zur Seite stehen wird.

Das Institut für nachhaltige Energieversorgung (INEV) hat das Konzept entwickelt und dabei umfassende Datenanalysen durchgeführt. Die daraus resultierenden Wärme-Steckbriefe für jede Ortsgemeinde sind online verfügbar und geben Einblick in aktuelle Heizmethoden sowie mögliche Alternativen. "Die Analysen haben uns nicht überrascht", kommentierte Weber. Besonders die Altstadt von Montabaur könnte für eine zentrale Wärmeversorgung in Betracht kommen, da dezentrale Lösungen aufgrund der Platzverhältnisse oft schwer umsetzbar sind.

Zentrale und dezentrale Versorgung sind möglich
Einige Ortsgemeinden wie Gackenbach und Niedererbach haben bereits Quartierskonzepte erstellt und planen Machbarkeitsstudien für Wärmenetze. Diese Projekte zeigen, dass sowohl zentrale als auch dezentrale Versorgung möglich sein kann. Ehrenamtliche Solar- und Wärmebotschafter unterstützen Hauseigentümer mit Beratungen zu Wärmepumpen, Photovoltaik-Anlagen und Fördermöglichkeiten.

Zusätzlich beteiligt sich die VG Montabaur an einem interkommunalen Projekt des Westerwaldkreises, das Bürgern digitale energetische Gebäudesteckbriefe bietet. Auch Bündelbestellungen von Photovoltaik-Anlagen sind geplant, um Kosten zu senken. Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich betonte, dass der Abschlussbericht zur KWP als solide Datengrundlage dient, jedoch keine verpflichtenden Maßnahmen vorgibt.

Weitere Themen im VG-Rat. (PM/Red)
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