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Nachricht vom 06.07.2026
Region
"Siegtal pur" ist auch nach 30 Jahren ein Ereignis mit steigender Beliebtheit
Radfahrer aller Altersklassen nehmen von Beginn an diesem Event teil. Vor 30 Jahren hatten einige findige Kommunalpolitiker im Rhein-Sieg-Kreis eine Idee. An einem Sonntag sollten die Hauptstraßen entlang des Flusses für den Autoverkehr gesperrt und den Radfahrern und Inlinern überlassen bleiben.
Am Bahnhof Au (Sieg) gab es ein Kommen und Gehen (Foto: privat)Region/Wissen. Aus den, zunächst rund 50 Kilometern, wurden im Laufe der Jahre durch die Teilnahme der Kommunen in Rheinland-Pfalz und der Ausdehnung bis Netphen rund 110 Kilometer. Diese Strecke führt zumeist über die "Hauptstraßen" und bedarf natürlich einer ausgefeilten Logistik. In vielen Kommunen, die von den Teilnehmern besucht werden, finden diese Möglichkeiten zur Rast, die durch ortsansässige Vereine und Gruppen "betrieben" werden.

Leider kam es im Verlauf der Veranstaltung zu einer Störung bei der S-Bahn (S12), die an diesem Tag nach Wissen verlängert wurde. An einer Oberleitung war es zu einem Schadensfall gekommen, wodurch die Strecke von Au (Sieg) bis Wissen zeitweise nicht nutzbar war. Die anderen Verbindungen, die Etzbach anfuhren (RB90), waren hiervon nicht betroffen.

Premiere in Wissen/Sieg
In der Stadt Wissen, ziemlich genau in der Mitte der Strecke gelegen, gab es am Sonntag (5. Juli) eine Premiere. Die katholische Kirche "Kreuzerhöhung" hatte zum "Fahrradgottesdienst", an dem VG-Bürgermeister Berno Neuhoff und die Bundestagsabgeordnete Ellen Demuth teilnahmen, auf den Kirchplatz eingeladen. Der Andrang war so groß, dass noch mehr Sitzmöglichkeiten aufgestellt wurden und zudem viele Besucher der Messe stehend folgten. Kaplan Andrzej Michal Bednarz ging auf die Verbindung von Mensch und Natur ein, die sich besonders an einem solchen Tag zeigen solle. Neben Teilnehmern der Veranstaltung kamen auch viele Anwohner, teilweise mit den kleinen Rädern der Kinder und Enkel. Auch diese wurden zum Abschluss des Gottesdienstes gesegnet, wobei Kaplan Bednarz den Radfahrern und Skatern viel Glück für den weiteren Weg wünschte.

Das an der Bundesstraße 62 gelegene Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Wissen war für die Teilnehmer ein willkommener Rastpunkt. Die Feuerwehrleute hatten neben dem obligatorischen Grill auch kalte Getränke bereitgestellt. Für kleine wie große Besucher waren die ausgestellten Feuerwehrfahrzeuge immer ein Anziehungspunkt. Durch die direkte Anbindung an die Bahnstrecke Köln-Siegen bietet sich Wissen an, so viele der Teilnehmer, als Ausgangspunkt zu dienen. Von hier aus, so die Radler weiter, gibt es optimale Möglichkeiten die Hälfte der Strecke zu bewältigen, was im Besonderen den jüngeren Teilnehmenden entgegenkommt. Alle freuen sich auf das erste Wochenende im Juli 2027 - wenn es wieder heißt, dass Siegtal gehört den Radfahrern und Inlinern.
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