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Pressemitteilung vom 04.07.2026
Region
Feuchter Keller im Sommer: Warum falsches Lüften Schimmel fördern kann
Viele Hausbesitzer lüften ihren Keller im Sommer, um Feuchtigkeit zu reduzieren. Doch genau das kann bei warmem und schwülem Wetter den gegenteiligen Effekt haben. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz erklärt, worauf es beim richtigen Lüften wirklich ankommt.
Symbolbild. (KI-generiert)Region. Ein feuchter Keller verleitet im Sommer oft dazu, Fenster weit zu öffnen und warme Außenluft hereinzulassen. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz führt diese Vorgehensweise jedoch nicht zwangsläufig zu trockeneren Räumen. Unter bestimmten Bedingungen kann die Luftfeuchtigkeit sogar ansteigen und Schimmelbildung begünstigen.

Der Grund liegt in den unterschiedlichen Eigenschaften warmer und kalter Luft. Warme Luft kann deutlich mehr Wasserdampf aufnehmen als kalte. Gelangt warme und feuchte Außenluft in einen kühlen Keller, kühlt sie an den Wänden ab. Dabei kondensiert ein Teil der Feuchtigkeit, wodurch die Luftfeuchtigkeit im Raum steigt. Im ungünstigsten Fall bildet sich Schimmel an den Wänden.

Nicht jede Tageszeit eignet sich
Oft wird empfohlen, Kellerräume im Sommer nur nachts oder in den frühen Morgenstunden zu lüften. Nach Angaben der Verbraucherzentrale reicht diese Faustregel jedoch nicht immer aus. Entscheidend ist die sogenannte absolute Luftfeuchtigkeit. Sie gibt an, wie viel Wasserdampf tatsächlich in einem Kubikmeter Luft enthalten ist.

Nur wenn die absolute Luftfeuchtigkeit draußen niedriger ist als im Keller, trägt das Lüften dazu bei, den Raum zu trocknen. Ist die Außenluft dagegen ebenfalls sehr feucht, gelangt zusätzliche Feuchtigkeit in den Keller.

Für diesen Zweck gibt es spezielle Lüftungsgeräte. Sie vergleichen automatisch die Bedingungen im Innen- und Außenbereich und schalten sich nur dann ein, wenn die Außenluft tatsächlich zur Entfeuchtung geeignet ist.

Alternativen bei hoher Luftfeuchtigkeit
Während längerer Hitzeperioden sinken die Temperaturen in der Nacht häufig kaum noch ab. Gleichzeitig bleibt die absolute Luftfeuchtigkeit oft hoch. In solchen Fällen stößt auch das kontrollierte Lüften an seine Grenzen.

Als Alternative kann ein Kondensationstrockner eingesetzt werden, um die Raumluft zu entfeuchten. Die Verbraucherzentrale empfiehlt dabei, auf einen möglichst geringen Stromverbrauch zu achten.

Im Winter sind die Voraussetzungen für das Lüften meist günstiger. Kalte Außenluft enthält weniger Feuchtigkeit als warme Luft. Beim Lüften wird die feuchte Innenluft gegen trockenere Außenluft ausgetauscht. Erwärmt sich diese anschließend im Keller oder in der Wohnung, kann sie erneut Feuchtigkeit aufnehmen. Dadurch wird der Raum nach und nach trockener.

Hygrometer hilft bei der Kontrolle
Um die Luftfeuchtigkeit besser einschätzen zu können, empfiehlt die Verbraucherzentrale den Einsatz eines Hygrometers. Mit dem Messgerät lässt sich die relative Luftfeuchtigkeit überwachen und das Lüften gezielt anpassen.

Wer Fragen rund um Heizen, Lüften oder Energiesparen hat, kann die kostenlose Energieberatung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz nutzen.

Die nächsten Beratungstermine sind:
• Altenkirchen: Donnerstag, 23. Juli 2026, von 12 bis 18 Uhr in der Verbandsgemeindeverwaltung Raum U01 im Untergeschoss, Rathausstraße 13. Anmeldung unter der Telefonnummer 02681/850.
• Betzdorf: Donnerstag, 6. August 2026, von 14.15 bis 17.15 Uhr im Rathaus, Zimmer 1.05 in der Hellerstraße 2. Anmeldung unter der Telefonnummer 0800/6075600 (kostenfrei).

Zusätzlich ist das Energietelefon der Verbraucherzentrale unter der Telefonnummer 0800/6075600 (kostenfrei) erreichbar, montags von 9 bis 13 und 14 bis 18 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr. (PM/bearbeitet durch Red)
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