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Nachricht vom 26.06.2026
Rheinland-Pfalz
Hitzeschutz in Wohnungen: Bündnis fordert schnelles Handeln der Landesregierung
Angesichts der anhaltenden Hitzewelle wird die Forderung nach einem effektiven Hitzeschutz in Wohngebäuden immer dringlicher. Ein Bündnis aus Umwelt- und Sozialverbänden in Rheinland-Pfalz drängt auf rasche Maßnahmen der Landesregierung.
Hitzewelle. Foto: Martin Schutt/dpaMainz. Angesichts der hohen Temperaturen fordert ein Bündnis aus Umwelt- und Sozialverbänden in Rheinland-Pfalz schnelles Handeln der Landesregierung beim Thema Hitzeschutz. Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege Rheinland-Pfalz erklärte, dass es ein niedrigschwelliges Landesförderprogramm für energetische Sanierungen sowie ein Wohnraumaufsichtsgesetz brauche. Schlecht gedämmte Gebäude stellen im Sommer eine zunehmende Gesundheitsgefahr dar. Mehr als ein Drittel der Gebäude in Rheinland-Pfalz gilt laut Verbänden als stark sanierungsbedürftig. Besonders betroffen sind ältere Menschen, Kleinkinder und einkommensschwache Haushalte. Das Bündnis wies auch auf die erheblichen gesamtwirtschaftlichen Folgen unzureichend sanierter Gebäude hin. Laut Daten des Kreditversicherers Allianz Trade könnten steigende Krankenstände und Produktivitätsverluste durch Hitzewellen bis 2030 Schäden von 112,5 Milliarden Euro für die deutsche Wirtschaft verursachen.

Forderungen an die neue Landesregierung
Das Bündnis fordert die Landesregierung auf, die im Koalitionsvertrag angekündigten Investitionen schnell in konkrete Maßnahmen umzusetzen. Gefordert wird ein Förderprogramm für Einzelmaßnahmen wie Dachdämmung, Fenstertausch und außen liegenden Sonnenschutz. Zudem soll ein Wohnraumaufsichtsgesetz den Kommunen die rechtliche Möglichkeit geben, Mindeststandards auch gegenüber sanierungsunwilligen Vermietern durchzusetzen. Diese Forderungen wurden gemeinsam vom BUND Rheinland-Pfalz, der Liga der Freien Wohlfahrtspflege, der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband erhoben. (dpa/bearbeitet durch Red)
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