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Pressemitteilung vom 24.06.2026
Region
Waldbrandgefahr in Rheinland-Pfalz steigt deutlich an
Die Waldbrandgefahr nimmt in Rheinland-Pfalz weiter zu. Landesforsten appelliert an alle Waldbesucher, die geltenden Regeln einzuhalten und bereits kleinste Rauchentwicklungen umgehend zu melden.
Aus einer achtlos weggeworfenen Zigarette kann sich rasch ein Waldbrand entwickeln. (Foto: KI-generiert)Rheinland-Pfalz. Der Deutsche Wetterdienst weist ab Freitag, 26. Juni 2026, für nahezu ganz Rheinland-Pfalz die zweithöchste Waldbrand-Gefahrenstufe 4 von 5 aus. Bereits jetzt liegt die Waldbrandgefahrenstufe in vielen Regionen bei drei oder vier. Ursache ist das niederschlagsarme Frühjahr, das zu einem akuten Wassermangel in der oberen Waldbodenschicht geführt hat. Nach Angaben von Landesforsten Rheinland-Pfalz entstehen die meisten Waldbrände durch Unachtsamkeit von Waldbesuchern.

Landesforsten ruft zur Vorsicht auf
Angesichts der angespannten Lage appelliert Landesforsten Rheinland-Pfalz an die Bevölkerung, aufmerksam zu sein und bereits kleinste Rauchentwicklungen sofort zu melden. Dafür stehen die Notrufnummern 112 der Feuerwehr und 110 der Polizei zur Verfügung.

Nach Möglichkeit soll bei einem Notruf auch der nächstgelegene Rettungspunkt angegeben werden. Diese sind häufig an Wegekreuzungen oder markanten Stellen zu finden und durch grüne Schilder mit einem weißen Kreuz gekennzeichnet. Die jeweilige Rettungspunktnummer erleichtert den Einsatzkräften die Orientierung. Wer den nächstgelegenen Rettungspunkt nicht kennt, kann die kostenlose App "Hilfe im Wald" nutzen.

Verhaltensregeln im Wald
Mit den anhaltend trockenen und heißen Wetterbedingungen hat sich die Waldbrandgefahr in den vergangenen Tagen und Wochen deutlich verschärft. Gleichzeitig nehmen Waldbrände auch in Rheinland-Pfalz zu. Besonders Wälder mit vielen Besuchern gelten als gefährdet. Rund 90 Prozent aller Wald- und Flurbrände entstehen durch einen unvorsichtigen Umgang mit offenem Feuer.

Landesforsten und die Feuerwehren weisen deshalb auf folgende Verhaltensregeln hin:
• Das Rauchen im Wald ist strengstens verboten. Rauchende Personen sollten höflich darauf hingewiesen werden.
• Das Rauchverbot gilt auch auf öffentlichen Straßen, die durch den Wald führen. Glühende Zigaretten dürfen keinesfalls aus dem Fahrzeug geworfen werden.
• Grillen und offenes Feuer sind im Wald sowie in Waldesnähe verboten.
• Fahrzeuge dürfen ausschließlich auf ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden, da sich trockene Grasflächen durch heiße Katalysatoren entzünden können.
• Zufahrten zu Wäldern und Waldwege müssen jederzeit vollständig für Rettungsfahrzeuge freigehalten werden.

Projekt stärkt Zusammenarbeit bei Waldbränden
Unterstützung erhalten Forst- und Feuerwehrkräfte durch das Gemeinschaftsprojekt "WiTAFFF" (WissensTransfer durch Aus- und Fortbildung für Forst und Feuerwehr). Daran beteiligt sind Landesforsten Rheinland-Pfalz, die Feuerwehr Frankfurt am Main und die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg.

Das Projekt bündelt wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen, um gezielte Schulungen für Forst und Feuerwehr zu entwickeln. Bereits im Frühjahr fanden mit der Freiwilligen Feuerwehr in der Modellregion Otterberg praktische Übungen zur Waldbrandbekämpfung statt. Die dabei vermittelten Techniken kamen Ende April bei einem Waldbrand an der A63 bereits erfolgreich zum Einsatz. Die Projektmitarbeitenden sammeln und verknüpfen fortlaufend Erfahrungen zur Vorbeugung und Bekämpfung von Waldbränden, um dieses Wissen in zukünftige Schulungen und Übungen einfließen zu lassen. (PM/bearbeitet durch Red)
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