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Pressemitteilung vom 24.06.2026
Rheinland-Pfalz
Rückgang der Ozonwerte trotz Hitze in Rheinland-Pfalz
In den vergangenen Jahren waren Hitze und hohe Ozonbelastungen häufig eng miteinander verbunden. Doch aktuelle Beobachtungen des Landesamts für Umwelt (LfU) Rheinland-Pfalz zeigen einen erfreulichen Trend: Die Spitzenkonzentrationen von Ozon sind deutlich zurückgegangen.
(Foto: Hannes P. Albert/dpa)Mainz. Trotz der anhaltenden Hitzeperiode registrierte das Landesamt für Umwelt (LfU) Rheinland-Pfalz bisher nur zwei Überschreitungen der Informationsschwelle von 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter. Dies sei auf die gesunkenen Stickstoffoxid-Konzentrationen (NOx) zurückzuführen, so die Behörde. Früher waren landesweite Überschreitungen dieser Schwelle keine Seltenheit, auch bei extremer Hitze und hoher Strahlungsintensität.

Am Dienstagnachmittag (23. Juni 2026) um 15 Uhr meldete keine Messstation in Rheinland-Pfalz eine Überschreitung der 180-Mikrogramm-Grenze. Der höchste Wert wurde mit 154 Mikrogramm am Marktplatz in Wörth gemessen. Ab einem Wert von 180 Mikrogramm wird Kindern, Jugendlichen und empfindlichen Personen empfohlen, anstrengende Aktivitäten im Freien zu vermeiden. Bei 240 Mikrogramm gilt diese Empfehlung für alle Bürgerinnen und Bürger.

Ozon bildet sich tagsüber durch einen komplexen chemischen Prozess, bei dem Kohlenwasserstoffe, Stickoxide, Strahlungsintensität und Temperatur in einem bestimmten Verhältnis stehen müssen. Da Stickoxide inzwischen weniger konzentriert auftreten, bleiben die Ozonwerte niedriger. Laut Umweltbundesamt ist der Straßenverkehr der größte Verursacher von NOx-Emissionen. Tempolimits, Fahrverbote und schadstoffärmere Busse im Nahverkehr haben zu einem Rückgang dieser Emissionen beigetragen.

Die höchsten Ozonwerte werden meist an städtischen Messstationen registriert, die nicht direkt an stark befahrenen Straßen liegen, aber vom Verkehr beeinflusst werden. Beispiele hierfür in Rheinland-Pfalz sind Speyer, Ludwigshafen-Oppau, Mainz-Mombach, Neuwied-Hafenstraße oder Trier-Pfalzel. (dpa/bearbeitet durch Red)

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