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Pressemitteilung vom 20.06.2026
Region
Musikalische Brücken in Hachenburg: Ein Abend der kulturellen Verbindungen
In der Hachenburger Stadthalle fand ein Konzert unter dem Titel "Connecting Cultures" statt. Aeham Ahmad und Cornelius Hummel präsentierten ein Programm, das Musik mit persönlichen Geschichten verband und die Vielfalt der Kulturen feierte.
Die Spielfreude der beiden Musiker war spürbar. (Foto: Sabine Hammann-Gonschorek)Hachenburg. Rund 70 Besucher nahmen in der Stadthalle Hachenburg an einem Abend teil, der von Musik, persönlichen Erzählungen und gesellschaftlichen Botschaften geprägt war. Eingeladen hatte der Arbeitskreis Integration und Asyl Hachenburg, der sein 25-jähriges Bestehen feierte.

Im Mittelpunkt des Abends stand der Pianist und Sänger Aeham Ahmad, der als "Pianist aus den Trümmern" im syrischen Bürgerkrieg internationale Bekanntheit erlangte. Gemeinsam mit dem Cellisten Cornelius Hummel, einem langjährigen Mitglied des Orchesters des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, präsentierte er ein Programm voller kultureller Vielfalt.

Lebendige Energie der Zusammenarbeit
Zwischen jedem Stück tauschten die Musiker Dankesworte aus und betonten die lebendige Energie ihrer Zusammenarbeit. "Das Wesen unserer Konzerte ist nie gleich, es muss immer lebendig sein", erklärte Hummel. Ahmad, aufgewachsen im palästinensischen Flüchtlingslager Yarmouk in Damaskus, machte mit seinem E-Piano Geschichten über Heimat, Flucht, Angst und Hoffnung spürbar. Die Darbietung wurde durch Hummels feinfühliges Cellospiel ergänzt. In entspannter Caféhaus-Atmosphäre spielten sie unter anderem Interpretationen von "Freude, schöner Götterfunken" und "Die Gedanken sind frei". Auszüge aus Ahmads Büchern verdeutlichten das Leben im kriegsgeprägten Damaskus.

Brücken zwischen Menschen
Pfarrer a.D. Martin Fries, Mitbegründer des Arbeitskreises, hob die Bedeutung solcher Abende hervor: "Genau das brauchen wir: Austausch und Brücken zwischen den Menschen." Marco Dörner, Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Hachenburg, würdigte die Arbeit des Arbeitskreises und betonte die Wichtigkeit des Spracherwerbs und der Alltagsbegleitung für eine gelingende Integration. Seit 25 Jahren engagiert sich der Arbeitskreis Integration und Asyl Hachenburg ehrenamtlich für Migranten und Asylsuchende, unterstützt von den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden vor Ort. (PM/Red)
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