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| Pressemitteilung vom 19.06.2026 |
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| Politik |
| Pharma-Investitionen in Rheinland-Pfalz auf dem Prüfstand |
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| Die jüngsten Entscheidungen führender Pharmaunternehmen werfen Fragen zur Zukunft des Pharmastandorts Rheinland-Pfalz auf. Trotz Warnungen sieht die FDP Westerwald die Bundesregierung in der Verantwortung für die aktuellen Entwicklungen. |
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Westerwaldkreis. Die FDP im Westerwald zeigt sich besorgt über die jüngsten Investitionsentscheidungen großer Pharmaunternehmen. Eli Lilly hat seine ursprünglich geplante Milliardeninvestition am Standort Alzey erheblich reduziert, während Boehringer Ingelheim Investitionen von rund 900 Millionen Euro an deutschen Standorten stoppt. Auch Pfizer stellt weitere Investitionen in Deutschland infrage.
Für Jana Gräf, Kreisvorsitzende der FDP Westerwald und Mitglied des FDP-Bundesvorstandes, handelt es sich nicht um isolierte Entscheidungen. Sie warnt: "Wenn innerhalb weniger Wochen Eli Lilly Milliardeninvestitionen kürzt, Boehringer Ingelheim Investitionen stoppt und nun auch Pfizer Investitionen in Deutschland überprüft, dann reden wir nicht mehr über Einzelfälle. Dann reden wir über ein Misstrauensvotum der internationalen Pharmaindustrie gegen die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung."
Der Standort Rheinland-Pfalz ist besonders betroffen, da sowohl Boehringer Ingelheim als auch Eli Lilly zentrale Rollen im pharmazeutischen Sektor des Bundeslandes spielen. Die Branche kritisiert vor allem die Pläne der Bundesregierung, die Pharmaindustrie durch zusätzliche Herstellerabschläge zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung zu belasten.
Gräf betont, dass führende Pharmaunternehmen die Regierung bereits im Frühjahr vor den Folgen dieser Maßnahmen gewarnt hatten. Medienberichten zufolge richteten sie Schreiben und Forderungen nach einem Krisengespräch direkt an Bundeskanzler Friedrich Merz. Zu den beteiligten Unternehmen sollen unter anderem Boehringer Ingelheim, Merck, Pfizer und Eli Lilly gehört haben.
Aus Sicht der FDP-Politikerin wurden die Risiken frühzeitig benannt. Dass nun Investitionen gekürzt werden und internationale Konzerne den Standort Deutschland kritisch bewerten, sei eine direkte Folge der aktuellen Politik. Gräf sieht einen Widerspruch zwischen dem Anspruch der Bundesregierung und der tatsächlichen Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Wer Deutschland als Investitionsstandort stärken wolle, müsse verlässliche Rahmenbedingungen schaffen.
Gräf warnt davor, kurzfristige Einsparungen im Gesundheitssystem gegen langfristige Investitionen in Forschung und Innovation auszuspielen. Rheinland-Pfalz sei als bedeutender Pharma- und Forschungsstandort unmittelbar betroffen. Jeder verlorene Investitionsstandort schwäche nicht nur die regionale Wirtschaft, sondern auch Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich.
"Wer Warnungen ignoriert, darf sich über die Folgen nicht wundern. Die Bundesregierung hat die Bedenken der Branche überhört. Nun zahlen Rheinland-Pfalz und Deutschland den Preis dafür. Ein starker Sozialstaat braucht eine starke Wirtschaft. Wer Milliardeninvestitionen vertreibt, gefährdet nicht nur Arbeitsplätze und Innovationen," so Gräf abschließend. PM/Red |
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| Pressemitteilung vom 19.06.2026 |
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