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Nachricht vom 11.06.2026
Rheinland-Pfalz
Steigende Zahl an Endometriose-Diagnosen in Rheinland-Pfalz
Endometriose ist eine Erkrankung, die lange im Verborgenen blieb. Doch mittlerweile wird sie immer häufiger diagnostiziert - auch in Rheinland-Pfalz.
Endometriose. Foto: Annette Riedl/dpa/dpa-tmnMainz. In den letzten Jahren hat sich die Anzahl der Endometriose-Diagnosen in Rheinland-Pfalz deutlich erhöht. Laut dem Arztreport der Barmer Krankenkasse stieg die Zahl der betroffenen Frauen innerhalb von 20 Jahren um 82 Prozent. Im Jahr 2024 wurde die Diagnose etwa 22.500 Mal gestellt, was 1.080 Fällen je 100.000 Frauen entspricht. "Endometriose ist viel stärker im gesellschaftlichen Bewusstsein angekommen, wodurch die Diagnose öfter gestellt wird und für betroffene Frauen Jahre der Ungewissheit entfallen", erläuterte Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Rheinland-Pfalz.

Die Krankheit ist chronisch und oft schmerzhaft. Sie entsteht durch das Wachstum von Gewebe außerhalb der Gebärmutterhöhle, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt. Hauptsymptom sind Unterleibsschmerzen. Bei der Behandlung müssen nicht nur die Symptome, sondern auch mögliche Organschäden, beispielsweise am Darm, sowie ein möglicher Kinderwunsch berücksichtigt werden. Die Analyse basiert auf anonymen Abrechnungsdaten von Barmer-Versicherten zwischen 2005 und 2024 und umfasst sowohl ambulante als auch stationäre Behandlungen. Die Ergebnisse wurden standardisiert und auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet. (dpa/bearbeitet durch Red)
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