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| Nachricht vom 08.06.2026 |
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| Mehrgenerationenplatz Pottum wird gut angenommen |
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| Ein großes Bauprojekt wurde nach zehn Jahren vollendet. Trotz Kirchenabriss sind sich alle Beteiligten darüber einig, dass es die richtige Entscheidung war. |
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Pottum. Nach mehr als zehn Jahren hat das Großprojekt "Neue Mitte Pottum" mit der offiziellen Einweihung seinen Abschluss gefunden. Zur Feier waren viele Bürger erschienen und genossen mit einem kühlen Getränk ihren neuen Mehrgenerationenplatz. "Wir schauen voller Stolz auf das sogenannte Leuchtturmprojekt 'Neue Mitte Pottum'", sagte Ortsbürgermeister Frank Weber zur Begrüßung. Der Beschluss zum Projekt sei 2015 im Gemeinderat unter der Leitung des damaligen Ortsbürgermeisters Klaus Weil gefallen.
Zusammen mit dem Limburger Bistum, der Pfarrgemeinde Liebfrauen Westerburg und mit finanzieller Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz sei es realisiert worden. Der Auslöser sei die baufällige Kirche gewesen, deren Sanierung wegen der hohen Kosten bei geringer Auslastung nicht sinnvoll erschienen sei.
Abriss der alten Kirche
Angesichts dessen wurde ein neues Kirchengebäude an das bestehende Gemeindezentrum angebaut. Der Abriss der alten Kirche sei in die Amtszeit seiner Vorgängerin Dr. Anette Leukel-Lenz gefallen, erzählte Weber. Er schilderte, wie der anfänglichen Begeisterung für das Bauvorhaben die Trauer über den Kirchenabriss gefolgt sei, die der Freude über das neue Zentrum gewichen wäre. "Heute kann man sagen: Alle Beteiligten haben alles richtig gemacht", sagte Weber. Die Gemeinde habe nun ein Kirchengebäude, das der Größe der Kirchengemeinde entspreche, und einen Gemeindesaal, der als Multifunktionsgebäude für verschiedene Zwecke und Anlässe genutzt werde. Und auch der neue Mehrgenerationenplatz werde stark genutzt, von Kindern, die spielen und Eltern, die sich treffen.
"Ein Zeichen dafür, wie sehr dieser Platz gebraucht wurde", macht der Ortsbürgermeister deutlich. Er dankte dem ehemaligen ersten Beigeordneten Edelbert Schilling, der früheren Ortsbürgermeisterin Anette Leukel-Lenz, dem aktuellen ersten Beigeordneten Martin Zimmern und dem zweiten Beigeordneten Thomas Gottschalk für die Realisierung des Bauvorhabens.
Kirchengemeinde steuert 80.000 Euro bei
Pfarrer Ralf Kusky sagte ebenfalls, dass die Realisierung des Projekts die richtige Entscheidung gewesen sei. Er sei froh, dass das Projekt begonnen und auch beendet wurde. Die Kirchengemeinde habe sich mit 80.000 Euro an dem Projekt beteiligt. Das seien zwei Jahre Kircheneinnahmen, so Hufsky. Er sprach auch über die Kirchenaustritte der Gläubigen, die unzufrieden mit dem Kirchenabriss gewesen seien, und sagte, dass er ihre Unzufriedenheit nicht verstehe. Es sei alles gut geworden. Er appellierte an die Gläubigen, in der Kirche zu bleiben. Anschließend präsentierte er den Schlussstein, den Bischof Georg Bätzing bei der Einweihung des Altars einsetzen werde.
Zur Auflockerung der Feier führten die Kindergartenkinder einen Tanz auf und verzauberten die Anwesenden. Verbandsgemeindebürgermeister Markus Hof stimmte seinen Vorrednern zu. Es sei eine richtige und gute Entscheidung gewesen. Er sei einige Male am Mehrgenerationenplatz vorbeigefahren und habe dort spielende Kinder mit ihren Eltern gesehen. Er überbrachte Frank Weber eine Plakette, die Pottum als Kräuterwind-Gemeinde kennzeichnet. Die Voraussetzung von einem Zentimeter Blühstreifen pro Einwohner sei in Pottum erfüllt, so Hof.
Bistum investiert 750.000 Euro
In Vertretung für den Diözesanbaumeister Stefan Muth nahm Andreas Müller an der offiziellen Einweihung teil. Als Bezirksarchitekt für den Westerwald habe er sich über das Bauprojekt gefreut. Er erklärte, dass der Kirchturm denkmalgeschützt sei und deswegen nicht abgerissen wurde. Laut Müller habe das Bistum rund 750.000 Euro in das Projekt investiert. "Die Neue Mitte Pottum ist gelungen", betonte er. Den offiziellen Teil schloss der Auftritt des Jugendorchesters Wiesensee ab.
Wie der zweite Beigeordnete Gottschalk mitteilte, betrugen die Kosten für die Neugestaltung des Mehrgenerationenplatzes 307.763,19 Euro. Dafür sei ein Zuschuss des Landes Rheinland-Pfalz in Höhe von 178.900 Euro geflossen. Somit habe die Gemeinde 128.863,19 Euro aus eigenen Mitteln beigesteuert. (MN) |
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