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| Pressemitteilung vom 04.06.2026 |
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| Ehrennadel des Landes für drei engagierte Bürger aus dem Westerwaldkreis |
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| Drei Bürger aus dem Westerwaldkreis sind für ihren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet worden. Bei einer Feierstunde im Kreishaus in Montabaur stand ihr jahrzehntelanges Wirken für Vereine, Gemeinden und Mitmenschen im Mittelpunkt. |
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Montabaur. Für ihren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz zum Wohl ihrer Mitmenschen sind drei Bürger des Westerwaldkreises mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet worden. Verliehen worden war die Auszeichnung vom damaligen Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer. Im Rahmen einer Feierstunde im Kreishaus in Montabaur überreichte die Erste Kreisbeigeordnete Gabriele Wieland die Ehrennadeln an Horst Buchner aus Rennerod-Emmerichenhain, Sieghart Möller aus Niedererbach und Klaus Sauer aus Härtlingen. Neben den Familienangehörigen nahmen auch Vertreter der jeweiligen Verbands- und Ortsgemeinden sowie die Personen teil, die die Auszeichnung vorgeschlagen hatten. Gabriele Wieland betonte, es sei eine besondere Freude, Menschen zu ehren, die über viele Jahrzehnte Verantwortung übernommen und ihre Heimatgemeinden mit außergewöhnlichem Einsatz geprägt hätten. Ihr Wirken zeige, dass Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und Einsatzbereitschaft das Fundament der Gesellschaft bildeten. Sie hob zudem hervor, dass ein so beständiger Dienst an der Gemeinschaft nicht selbstverständlich sei und deshalb Respekt und Anerkennung verdiene.
Horst Buchner und sein breites Engagement
Zunächst wurde Horst Buchner aus Rennerod-Emmerichenhain ausgezeichnet. Seit mehr als sechs Jahrzehnten ist er dem FC Westerwaldia Emmerichenhain 1915 eng verbunden. Bereits als Kind trat er dem Verein bei. Später engagierte er sich dort über viele Jahre als Jugendwart sowie in verschiedenen Vorstandsämtern. Zu den wichtigen Stationen seines Wirkens zählen die Mitwirkung bei der Gründung der SG Hoher Westerwald im Jahr 2014 sowie die Organisation der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Vereinsjubiläum ein Jahr später. Auch heute steht er dem Verein weiterhin mit Rat und Tat zur Seite und gilt als geschätzter Ansprechpartner.
Sein Einsatz beschränkt sich jedoch nicht auf den Sport. Horst Buchner engagiert sich ebenso im Jagdgenossenschaftsverband Rennerod, unterstützt die Kirchengemeinde Emmerichenhain und verantwortet die Initiative Hilfe am Grab. Als Gründungsmitglied der Gartenfreunde Hoher Westerwald gibt er sein umfangreiches Wissen weiter und begeistert auch Kinder für Natur und Landwirtschaft. Dazu gehört unter anderem seine Unterstützung des Kindergartens Regenbogen Emmerichenhain beim Projekt AckerRacker. Gabriele Wieland würdigte ihn als Menschen, der das Ehrenamt als lebenslange Aufgabe verstehe und mit Tatkraft, Erfahrung und Hilfsbereitschaft viele Menschen unterstützt sowie wichtige Impulse für das Gemeinwesen gesetzt habe.
Sieghart Möller prägt Niedererbach
Auch Sieghart Möller aus Niedererbach erhielt die Ehrennadel für sein außergewöhnliches Wirken. Zwei Jahrzehnte lang führte er den Förderverein Unser Dorf hat Zukunft Niedererbach 2006 als Erster Vorsitzender. Seit März dieses Jahres bringt er sich dort als Zweiter Beisitzer ein. Unter seiner maßgeblichen Mitwirkung wurden zahlreiche Projekte verwirklicht. Dazu zählen die Sanierung eines gemeindeeigenen Hauses und der Neubau eines Bildstöckchens an der Einfahrt zum ehemaligen Pfarrhof.
Während der Corona-Pandemie initiierte Sieghart Möller eine Nachbarschaftshilfe, die bis heute Menschen im Ort unterstützt. Darüber hinaus engagierte er sich als Jugendbetreuer beim Sportverein Niedererbach und wirkt in der sogenannten Communalen Truppe mit. Diese übernimmt Pflege- und Instandhaltungsarbeiten in der Ortsgemeinde. Mit großem Organisationstalent trug er zudem als Mitglied im Kirmes- und Fastnachtsausschuss zum Erfolg zahlreicher Veranstaltungen bei. Genannt werden in diesem Zusammenhang unter anderem die Jubiläumskirmes 2006 und die Feierlichkeiten zum 725-jährigen Ortsjubiläum.
Auch die Gründung einer Boule-Gruppe im Jahr 2023 sowie die Planung und Umsetzung des dazugehörigen Boule-Platzes gehen wesentlich auf seine Initiative zurück. Parallel dazu war Sieghart Möller über zwei Jahrzehnte kommunalpolitisch im Ortsgemeinderat aktiv und jeweils zehn Jahre Erster beziehungsweise Zweiter Beigeordneter. Gabriele Wieland hob hervor, dass Menschen wie er zeigten, wie viel durch Eigeninitiative, Zusammenhalt und Beharrlichkeit erreicht werden könne. Sein Wirken habe Niedererbach nachhaltig geprägt und vielen Projekten den Weg bereitet.
Klaus Sauer und die Feuerwehr Härtlingen
Mit der Ehrennadel wurde auch Klaus Sauer aus Härtlingen gewürdigt. Das Land Rheinland-Pfalz zeichnete damit ein nahezu fünf Jahrzehnte währendes Engagement für die Freiwillige Feuerwehr Härtlingen aus. Seit 48 Jahren gehört er den Aktiven an und hat die Entwicklung der Wehr maßgeblich mitgestaltet. Besonders hervorgehoben wurde sein Einsatz für die Nachwuchsgewinnung sowie für die erfolgreiche Förderung von Frauen im Feuerwehrdienst. Heute liegt der Anteil der Feuerwehrfrauen in Härtlingen bei nahezu einem Viertel der aktiven Mitglieder.
Ebenso prägend ist sein Wirken im Verein Freunde und Förderer der Freiwilligen Feuerwehr Härtlingen, den er seit mehr als 40 Jahren unterstützt. Von 1992 bis 2017 führte er den Verein als Erster Vorsitzender, anschließend neun Jahre als Zweiter Vorsitzender. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Härtlinger Oktoberfest zu einer weit über die Region hinaus bekannten Traditionsveranstaltung und zählt zu den ersten Oktoberfesten im Westerwaldkreis. Die Erlöse kommen sozialen Projekten, gemeinnützigen Organisationen und der Ausstattung der Feuerwehr zugute.
Auch kommunalpolitisch brachte sich Klaus Sauer ein. Zehn Jahre lang gehörte er dem Ortsgemeinderat an und wirkte im Rechnungsprüfungsausschuss der Ortsgemeinde Härtlingen mit. Gabriele Wieland würdigte seinen jahrzehntelangen Einsatz als Verbindung von Gemeinsinn, Verlässlichkeit und Zukunftsorientierung. Er habe Verantwortung übernommen und Generationen von Feuerwehrangehörigen begleitet.
Beispiel für gelebtes Ehrenamt
Mit der Verleihung der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz erfahren nach Einschätzung des Westerwaldkreises drei Persönlichkeiten eine verdiente Würdigung, deren langjähriger Einsatz das gesellschaftliche Leben im Westerwaldkreis bereichert und gestärkt hat. Ihr Engagement steht beispielhaft für die vielen Ehrenamtlichen, die Tag für Tag Verantwortung übernehmen und damit einen unverzichtbaren Beitrag für das Gemeinwohl leisten. Die Feierstunde in Montabaur machte deutlich, wie vielfältig ehrenamtlicher Einsatz sein kann, ob im Sport, in der Dorfgemeinschaft, in der Kirche, in der Kinder- und Jugendarbeit, in der Kommunalpolitik oder bei der Feuerwehr. Gemeinsam ist allen drei Geehrten, dass sie über viele Jahre verlässlich Verantwortung übernommen und ihre Heimatorte mitgeprägt haben. Genau diese Beständigkeit, die oft im Hintergrund wirkt und doch vieles erst möglich macht, stand im Mittelpunkt der Auszeichnung im Kreishaus. (PM/bearbeitet durch Red) |
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