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Pressemitteilung vom 26.05.2026
Wirtschaft
Erneute Warnstreiks bei der Deutschen Telekom in Rheinland-Pfalz und Saarland
Am 26. Mai ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zu Warnstreiks in mehreren Städten auf. Betroffen sind zahlreiche Standorte der Deutschen Telekom sowie T-Shops und T-Systems. Die Forderungen von ver.di sind klar formuliert.
Symbolbild: Pixabay.Koblenz. In Rheinland-Pfalz und dem Saarland gehen die Warnstreiks bei der Deutschen Telekom am Dienstag, den 26. Mai 2026, weiter. Die Gewerkschaft ver.di hat Beschäftigte an acht Telekom-Standorten - darunter Koblenz, Bad Kreuznach, Mainz, Kaiserslautern, Neustadt, Ludwigshafen, Trier und Saarbrücken - zum Streik aufgerufen. Auch Mitarbeitende in T-Shops und bei T-Systems werden zur Solidarität aufgerufen, sodass die Aktionen über die Hauptstandorte hinaus ausgeweitet werden. Insgesamt rechnet ver.di mit rund 700 Streikenden an den verschiedenen Orten.

Der Warnstreik fällt mit der vierten Verhandlungsrunde zusammen und signalisiert die Unzufriedenheit der Beschäftigten mit dem bisherigen Angebot der Telekom. "Die Beschäftigten brauchen kein weiteres Rechnen an der Schmerzgrenze, sondern ein Angebot, das ihrer Leistung entspricht. Wer täglich die Infrastruktur eines milliardenschweren Konzerns am Laufen hält, erwartet zu Recht mehr als ein schwaches Angebot. Jetzt ist die Telekom am Zug", so ver.di-Branchenkoordinator Andreas Wiese.

Die Arbeitsniederlegungen betreffen mehrere Bereiche des Telekom-Konzerns. Kunden müssen mit Verzögerungen im technischen Service und im Glasfaserausbau rechnen, auch Terminabsagen sind möglich. Notleitungen bleiben jedoch gesichert.

In der Tarifrunde fordert ver.di eine Entgeltsteigerung von 6,6 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, einen Mitgliederbonus von 660 Euro jährlich sowie Erhöhungen der Ausbildungsvergütungen und Entgelte dual Studierender um monatlich 120 Euro. Für letztere Gruppen wird zudem ein zusätzlicher Mitgliederbonus von 240 Euro jährlich gefordert.

Die Deutsche Telekom AG und ver.di haben sich im Vorfeld auf gemeinsame Verhandlungen für die insgesamt 20 tarifgebundenen Konzernunternehmen geeinigt. Die vierte Verhandlungsrunde findet am 26. und 27. Mai statt.
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