WW-Kurier
Ihre Internetzeitung für den Westerwaldkreis
Pressemitteilung vom 20.05.2026
Region
Westerwaldkreis wickelt Baugenehmigungen ab Juni digital ab
Im Westerwaldkreis startet ab Juni ein vollständig digitales Baugenehmigungsverfahren. Antrag, Unterlagen, Beteiligung der Fachbehörden und Bescheid laufen dann über ein zentrales Portal. Die Verwaltung verspricht sich davon schnellere Abläufe und weniger Bürokratie.
Symbolbild. (KI-generiert)Westerwaldkreis. Ab Juni werden Baugenehmigungsverfahren im Westerwaldkreis vollständig digital abgewickelt. Künftig reicht der Ablauf vom Antrag über die Kommunikation bis hin zum Bescheid durchgehend über ein Onlineportal. Umfangreiche Papierakten, lange Postwege und mehrfaches Ausdrucken sollen damit entfallen. Sämtliche Unterlagen werden elektronisch übermittelt, was die Abläufe beschleunigen und zugleich Ressourcen schonen soll. Nach Angaben der Kreisverwaltung bringt die Umstellung weniger Bürokratie, kürzere Bearbeitungszeiten und mehr Transparenz für Bauherren, Planer und Behörden.

Voraussetzungen für den Antrag
Voraussetzung für den digitalen Bauantrag ist eine BUND-ID oder "Mein Unternehmenskonto", kurz MUK. Dafür benötigen Nutzer ein zentrales Konto im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes. Die zugehörige ID dient anschließend als Authentifizierungsmittel gegenüber Behörden. Mit der BUND-ID oder dem MUK melden sich Bauherren und Planer im Portal "Digitale Baugenehmigung" unter https://rp.digitalebaugenehmigung.de/lk-westerwaldkreis an. Dort werden sämtliche Angaben online eingetragen. Auch alle erforderlichen Dokumente wie Bauzeichnungen, Baubeschreibungen und Nachweise müssen digital als PDF-Dateien hochgeladen werden.

Weniger Papier, mehr Übersicht
Für die Beteiligten bedeutet die Umstellung nach Darstellung der Verwaltung vor allem einen einfacheren Austausch. Unterlagen müssen nicht mehr mehrfach ausgedruckt, versendet und in Papierform bearbeitet werden. Stattdessen laufen Einreichung, Prüfung und Rückmeldungen an einer Stelle zusammen. Das soll die Verfahren übersichtlicher machen und den Bearbeitungsstand transparenter gestalten. Gleichzeitig sinkt der Aufwand für Postversand und Papierablage.

Prüfung und Kommunikation digital
Die Bauaufsicht prüft die eingereichten Unterlagen und beteiligt auch die Fachbehörden digital. Die weitere Kommunikation läuft ebenfalls elektronisch über das Portal. Die abschließende Baugenehmigung steht am Ende als PDF-Dokument zum Download bereit. Armin Bendel, Leiter des Kreisbauamtes, bewertet das Verfahren als Antwort auf langjährige Forderungen von Bauherren und Architekten nach einem modernen und transparenten Ablauf. Zugleich weist er darauf hin, dass die Legitimation über die Bund-ID für manche Nutzer zunächst ungewohnt sein dürfte. Nach seiner Einschätzung überwiegen jedoch die Vorteile, zumal die Plattform übersichtlich und intuitiv gestaltet ist.

Direkter Weg zur Kreisverwaltung
Mit der Umstellung wird außerdem der bisherige Weg abgeschafft, Bauunterlagen über die jeweils zuständige Verbandsgemeinde einzureichen. Künftig wird der Bauantrag, bis auf die so genannten Freistellungsverfahren, unmittelbar bei der Kreisverwaltung gestellt. Über den genannten Link können neben Bauanträgen auch Bauvoranfragen, Verlängerungsanträge und Freistellungsanzeigen eingereicht werden. Der Westerwaldkreis versteht die vollständige Digitalisierung des Baugenehmigungsverfahrens als weiteren Schritt hin zu einer moderneren und effizienteren Verwaltung, die auf künftige Anforderungen ausgerichtet ist. (PM/bearbeitet durch Red)
Pressemitteilung vom 20.05.2026 www.ww-kurier.de