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| Nachricht vom 11.05.2026 |
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| AMI Förder- und Lagertechnik in Luckenbach insolvent - Verkauf wird angestrebt |
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| Die Firma AMI Förder- und Lagertechnik GmbH in Luckenbach hat im April beim Amtsgericht Montabaur Antrag auf Insolvenz gestellt und steht nun unter vorläufiger Insolvenzverwaltung. Ein Verkauf soll bis 1. Juni geregelt werden. |
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Luckenbach. Das auf Fördertechnik und Lagertechnik spezialisierte Unternehmen kämpft mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Rund 160 Mitarbeiter sind davon betroffen. Aktuell wird der Verkauf der Firma angestrebt, unterdessen wird der Betrieb fortgesetzt. Wie Insolvenzverwalter Klaus Ortmüller aus Betzdorf auf Anfrage angibt, wird derzeit mit zwei Unternehmensgruppen vertieft eine Übernahme zum 1. Juni verhandelt; beide haben demnach ein starkes Interesse an AMI bekundet und befinden sich in den Detailprüfungen. Einer der Interessenten wird zeitnah an zwei Tagen weitere Daten im Betrieb prüfen und Gespräche führen. "Soweit eine positive Entscheidung getroffen wird, ist eine Umsetzung, das heißt ein Verkauf und eine Übertragung des Unternehmens zum 1. Juni, realistisch", so Ortmüller. Er spricht von konkreten Kaufabsichten, allerdings wurden noch keine konkreten Kaufangebote abgegeben, da beide Interessenten in der letzten Phase der Prüfung seien. "Im besten Fall werden in den nächsten Tagen zwei Angebote abgegeben, im schlechtesten Fall keins", erklärt Ortmüller aktuell. In beiden Fällen wurde Stillschweigen über den Namen des Erwerbers vereinbart.
Für die 160 Mitarbeiter von AMI wäre der Verkauf gute Nachrichten, denn im Falle einer Übernahme zum 1. Juni werden sämtliche Arbeitsverhältnisse auf den Unternehmenserwerber übergehen, wie Ortmüller weiter mitteilt. Sollte der Verkauf vor dem 1. Juni nicht realisiert werden, steht es allerdings schlecht um die Zukunft der Firma: "Es sind im Unternehmen keine ausreichenden Mittel vorhanden, um ab dem 1. Juni die laufenden Kosten zu tragen. Die Unterdeckung in den ersten Monaten kann nur durch einen Investor ausgeglichen werden." Alternativ komme eine Betriebsverkleinerung und eine Konzentration auf die Geschäftsbereiche Leichtfördertechnik, Kommissionierautomaten und Serviceleistung/Ersatzteilgeschäft in Betracht. Ob in diesem Szenario die Kosten dauerhaft gedeckt werden können, werde derzeit geplant. "Im schlimmsten Fall wird der Betrieb mit der Verfahrenseröffnung eingestellt werden müssen", so Ortmüller abschließend.
Gegründet wurde die AMI Förder- und Lagertechnik GmbH im Jahr 1987 mit dem Fokus auf Entwicklung, Planung, Konstruktion und Fertigung von Förderkomponenten und -anlagen sowie Montage und Installation von Förderanlagen und Lagertechnik. "Wir bieten Ihnen maßgeschneiderte Komplettlösungen für Fördersysteme, Kommissionierautomaten und die Integration modernster Robotik. Unsere innovativen Lösungen vereinen Maschinenbau, Digitalisierung und Automatisierung in Ihrem Betrieb", heißt es auf der Firmen-Homepage. Inwieweit das Portfolio langfristig unter einem neuen Investor erhalten, geändert oder ergänzt wird, bleibt dahin gestellt.
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