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| Nachricht vom 06.05.2026 |
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| Kultur |
| Glanzvolle Ehrung: Roentgen-Museum in Neuwied ausgezeichnet |
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| Das Roentgen-Museum in Neuwied wurde am 6. Mai von Prof. Dr. Jürgen Hardeck, Staatssekretär im Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz, als "Museum des Monats" geehrt. Die Veranstaltung zog zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kunst an. |
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Neuwied. Am Mittwoch, dem 6. Mai 2023, war das Roentgen-Museum in Neuwied Gastgeber einer besonderen Zeremonie. Prof. Dr. Jürgen Hardeck reiste aus Mainz an, um das Museum mit dem Titel "Museum des Monats" auszuzeichnen. Landrat Achim Hallerbach begrüßte die zahlreichen Gäste und bezeichnete das Museum als führende Institution für Kunst und Kultur im Kreis Neuwied. Museumsdirektorin Jennifer Stein wertete die Auszeichnung als Bestätigung ihrer Arbeit und verwies auf das bevorstehende große Jubiläum des Museums.
Das Roentgen-Museum, eröffnet im Jahr 1928, befindet sich in einem denkmalgeschützten Gebäude, das von den Kölner Architekten Mattar und Scheler entworfen wurde. Es beherbergt eine weltweit einzigartige Sammlung von Roentgen-Möbeln und Kinzing-Uhren. Abraham Roentgen und sein Sohn David waren im 18. Jahrhundert herausragende Möbelkünstler. Ihre luxuriösen "Neuwieder Möbel" fanden ihren Weg an europäische Fürstenhöfe, darunter zu Katharina der Großen und König Ludwig XVI. von Frankreich.
Die Ausstellung zeigt zahlreiche Sekretäre, Verwandlungstische, Kommoden, Stühle und Schatullen mit kostbaren Intarsien und vergoldetem Bronzedekor. Besonders bemerkenswert ist die "Apollouhr", eine prachtvolle Musikuhr von David Roentgen und Uhrmacher Peter Kinzing, die an den russischen Zarenhof geliefert wurde.
Ergänzt wird die Ausstellung durch Möbel aus verschiedenen Epochen wie dem Barock, Rokoko, Biedermeier und Jugendstil. Gemälde, Grafiken und kunstgewerbliche Gegenstände bieten einen umfassenden Einblick in die Wohnkultur dieser Zeiten.
Ein weiterer Schwerpunkt des Museums ist die multimediale Präsentation über Friedrich Wilhelm Raiffeisen, dessen Idee der Hilfe zur Selbsthilfe zur Gründung von Genossenschaften führte. Die Westerwaldstuben, ausgestattet mit Möbeln aus Raiffeisens Zeit, ergänzen diesen Bereich.
Regelmäßig finden im ersten Obergeschoss Sonderausstellungen statt, die Schmuck-, Porzellan- und Möbeldesign sowie Werke bekannter Künstler präsentieren. Konzerte, Vorträge, Lesungen und Führungen bereichern das kulturelle Angebot des Hauses. Bei schönem Wetter lädt der romantische Museumsgarten zum Verweilen ein. woti |
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| Nachricht vom 06.05.2026 |
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