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Pressemitteilung vom 02.05.2026
Region
Neue Selbsthilfegruppe im Westerwald: Umgang mit religiösem Druck
Im Westerwald formiert sich eine neue Selbsthilfegruppe für Menschen, die unter religiösem Druck aufgewachsen sind. Ziel ist es, Betroffenen einen geschützten Raum für Austausch und Unterstützung zu bieten.
Foto: PixabayWesterburg. Für einige Menschen kann eine christliche Erziehung belastende Erfahrungen mit sich bringen, die bis ins Erwachsenenalter nachwirken. Aussagen wie "Gott sieht alles" oder "Du wirst bestraft, wenn du nicht gehorchst" können Ängste, Schuldgefühle und ein geringes Selbstwertgefühl fördern. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, soll im Westerwald auf Initiative eines Betroffenen eine Selbsthilfegruppe entstehen. Diese bietet einen Raum für Austausch, Reflexion und gegenseitige Unterstützung.

Die Gruppe konzentriert sich auf den offenen Austausch ohne Bewertung, das Verstehen der eigenen Prägung, das Loslassen belastender Glaubenssätze sowie die Stärkung von Selbstvertrauen und innerer Freiheit. Zudem wird Wert darauf gelegt, gemeinsam neue, eigene Werte zu finden. Die Treffen richten sich an Erwachsene, unabhängig davon, ob sie heute noch religiös sind oder nicht. Die Teilnahme ist kostenfrei, freiwillig und vertraulich.

Geplant sind alle zwei Monate Treffen, jeweils mittwochs um 19 Uhr in Westerburg. Interessierte werden gebeten, sich bei ausreichendem Interesse unverbindlich bei der "WeKISS-Selbsthilfekontaktstelle" unter der Telefonnummer 02663-2540 oder per Mail an info@wekiss.de zu melden. (PM/Red)
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