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| Pressemitteilung vom 01.05.2026 |
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| Rheinland-Pfalz |
| Trockenheit in Rheinland-Pfalz: Landwirte hoffen auf Regen |
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| Trotz der anhaltenden Trockenheit gibt es in Rheinland-Pfalz derzeit keinen Grund zur Panik. Dennoch behalten die Landwirte die Wetterlage genau im Auge, da Regen ein entscheidender Faktor für Erträge und Qualität werden könnte. |
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Koblenz/Mainz. Die derzeitige Trockenheit bereitet der Landwirtschaft in Rheinland-Pfalz noch keine größeren Sorgen. "Noch befindet sich alles im grünen Bereich", sagte Herbert Netter vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau. Zwar sei Regen zunehmend wünschenswert, da Winterkulturen in die Wachstumsphase gingen und Sommerkulturen wegen ihrer geringen Durchwurzelung mehr Wasser benötigten, erklärte Netter. Eine akute Gefahr für Ernteausfälle bestehe jedoch nicht. Niedrige Temperaturen und geringe Windstärken hätten bisher verhindert, dass dem Oberboden zu viel Feuchtigkeit entzogen werde.
Der Experte rät zu vorbeugenden Maßnahmen wie Humusaufbau, Bodenbedeckung mit Stroh oder Zwischenfrüchten sowie konsequenter Unkrautbekämpfung, um die Wasserverfügbarkeit im Boden zu verbessern. "Das wird sich voraussichtlich bald ändern, zumindest soll es deutlich wärmer werden", sagte Netter. Dies könne zu einer Wachstumsdepression bei den Kulturpflanzen führen, die bei Regen aber noch kompensiert werden könne. Beim Sommergetreide könne dies etwa die Bestockung beeinträchtigen, was zu weniger Ertrag führe.
Beim Wein sei "alles noch in Ordnung", so Netter. Dank ihrer tiefen Wurzeln hielten die Weinreben bei Trockenheit relativ lange durch. Neuanpflanzungen müssten jedoch gegebenenfalls bewässert werden, wenn es in den kommenden zwei Wochen nicht regnen sollte.
Auch nach Einschätzung des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Pfalz Süd ist die Lage entspannt. Die Ackerkulturen seien bislang gesund und gut entwickelt, teilte Sprecherin Jana Beck mit. Ausreichende Niederschläge im Winter hätten für eine gute Wasserversorgung gesorgt. Der Krankheitsdruck durch Pilze sei wegen der trockenen Bedingungen gering, sagte Beck. Entscheidend werde die weitere Entwicklung, besonders die Aussaat Ende April und Anfang Mai sei auf Niederschläge angewiesen.
Im Grünland stehe aktuell der erste Schnitt an, vielerorts noch mit guten Erträgen und Qualitäten. Doch nach dem Wochenende wäre auch hier Regen wichtig. "Mit jeder weiteren Woche ohne Regen geraten die Pflanzen zunehmend unter Trockenstress", sagte Beck. Dies könne sich sowohl auf die Erträge als auch auf die Futterqualität auswirken. Im Obst- und Weinbau spiele die Trockenheit bislang kaum eine Rolle. (dpa/bearbeitet durch Red)
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