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Pressemitteilung vom 29.04.2026
Region
Dachsanierung der Kirche Höhr-Grenzhausen läuft bis Sommer
An der evangelischen Kirche in Höhr-Grenzhausen laufen umfangreiche Bauarbeiten. Ursache sind Schäden am Dach, die bei einer Untersuchung festgestellt wurden. Trotz der Sanierung bleibt das Gotteshaus weiterhin für Veranstaltungen geöffnet.
(Foto: Peter Bongard)Westerwaldkreis. Die Arbeiten an der Evangelischen Kirche Höhr-Grenzhausen sind derzeit deutlich sichtbar. Seit einigen Wochen wird das Dach des Gebäudes umfassend saniert. Anlass für die Maßnahme waren Schäden, die bereits vor etwa drei Jahren bei einer Routineuntersuchung entdeckt wurden. Auffällige Flecken in den Brettern unterhalb des Schieferdachs deuteten auf Feuchtigkeitseintritt hin.

Die stellvertretende Vorsitzende des Bauausschusses der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Westerwald Süd, Bettina Fritz, begleitet das Projekt seit Beginn. Die Untersuchungen ergaben, dass Wasser in die Dachkonstruktion eingedrungen war und die sogenannte Dachschalung beschädigt hatte. Dabei handelt es sich um die Holzbretter unterhalb der Schieferdeckung. Zusätzlich wurden korrodierte Dachhaken sowie Witterungsschäden an den Schieferplatten festgestellt.

Planung und Beginn der Sanierung
Nach der Feststellung der Schäden begann die Kirchengemeinde im Frühjahr 2024 mit der Planung der Sanierungsarbeiten. Der Start der Bauarbeiten erfolgte im Februar 2026. Seitdem ist die Kirche von einem Gerüst umgeben, das die Arbeiten am Dach ermöglicht.

Im Zuge der Sanierung wurde die alte, beschädigte Dachschalung entfernt. Aktuell arbeiten die Fachkräfte daran, die verwitterten Schieferplatten abzutragen. Im nächsten Schritt wird eine neue Schutzfolie auf die erneuerte Schalung aufgebracht. Diese soll das Innere der Kirche künftig besser vor Feuchtigkeit schützen.

Erneuerung des Dachs und weitere Arbeiten
Nach der Vorbereitung folgt die Eindeckung mit neuen Schieferplatten. Dabei kommt die sogenannte Altdeutsche Deckung zum Einsatz. Mit Abschluss dieser Arbeiten gilt die Dachsanierung als weitgehend abgeschlossen.

Anschließend stehen noch weitere Maßnahmen an. Dazu gehören die Installation neuer Regenrinnen, kleinere Malerarbeiten sowie Ausbesserungen an einigen Fenstern. Nach aktuellem Stand wird mit einer Fertigstellung bis Anfang August gerechnet. Unerwartete Probleme sind bislang nicht aufgetreten, sodass sowohl der Zeitplan als auch die Kosten eingehalten werden können.

Kosten und Finanzierung
Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf rund 428.000 Euro. Die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Westerwald Süd trägt davon etwa 20 Prozent, was rund 85.000 Euro entspricht. Den Großteil der Finanzierung übernimmt die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau.

Darüber hinaus wurde eine Förderung bei der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz beantragt. Ob und in welcher Höhe eine Unterstützung erfolgt, ist derzeit noch offen.

Gottesdienste finden weiterhin statt
Trotz der Bauarbeiten bleibt die Kirche für Gottesdienste und Veranstaltungen geöffnet. Besucher erreichen das Gebäude aktuell über eine provisorische Rampe. Zudem ist der Bereich rund um die Orgel vorübergehend eingeschränkt nutzbar.

Die Maßnahmen werden als notwendiger Beitrag zum Erhalt des Gebäudes gesehen. Die Kirche prägt das Ortsbild und liegt in einer landschaftlich besonderen Umgebung. Mit der Sanierung soll sichergestellt werden, dass das Gebäude auch künftig genutzt werden kann und seinen Stellenwert als Treffpunkt behält. (PM/bearbeitet durch Red)
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