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Pressemitteilung vom 28.04.2026
Region
Krisenvorsorge im Fokus: Westerwälder Gemeinden rüsten mit Notfalltreffpunkten auf
Im Westerwaldkreis zeigt ein neues Förderprogramm zur Einrichtung von Notfalltreffpunkten in den Ortsgemeinden Wirkung. Landrat Achim Schwickert berichtet von einer hohen Zahl an Förderanträgen, die das wachsende Bewusstsein für Krisenvorsorge und Katastrophenschutz widerspiegeln.
Symbolbild (Foto: Pixabay)Region. Das vom Westerwälder Kreistag initiierte Förderprogramm zur Schaffung von Notfalltreffpunkten hat eine starke Nachfrage ausgelöst. Laut Landrat Achim Schwickert haben bis zum Ende der Antragsfrist 173 von 191 Ortsgemeinden einen Antrag gestellt. Ziel des Programms ist es, zentrale Anlaufstellen in allen Gemeinden zu schaffen, die im Katastrophenfall schnell erreichbar sind und grundlegende Hilfen bieten. Diese Treffpunkte sollen abseits klassischer Gefahrenabwehreinrichtungen wie Feuerwehrhäusern liegen und als bekannte Erstanlaufstellen dienen.

Breites Spektrum förderfähiger Maßnahmen
Gefördert wurden Maßnahmen zur Einrichtung, Ausstattung oder dem Betrieb solcher Treffpunkte. Dazu zählen die Weiterleitung von Notfallmeldungen, Unterstützung beim Laden von Mobiltelefonen, Organisation von Hilfen für schutzbedürftige Menschen, Bereitstellung von Erster Hilfe sowie sanitären Grundversorgungsangeboten und die Ausgabe von Lebensmitteln. Ziel ist es, die Gemeinden in die Lage zu versetzen, im Ernstfall schnell und eigenständig zu handeln.

Finanzielle Mittel nahezu vollständig genutzt
Für jede Ortsgemeinde standen bis zu 7.500 Euro bereit, insgesamt wurden 1,5 Millionen Euro veranschlagt. Bereits 420.000 Euro wurden ausgezahlt, weitere Anträge über rund 877.000 Euro sind in Bearbeitung. Damit fließen etwa 1,3 Millionen Euro direkt in Maßnahmen des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes vor Ort.

Landrat Schwickert lobte die Zusammenarbeit zwischen Ortsgemeinden, Verbandsgemeinden und Kreisverwaltung. CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Stephan Krempel betonte: "Mit dem Förderprogramm ist ein wichtiger Schritt getan, um die Widerstandsfähigkeit der Westerwälder Gemeinden gegenüber Krisen zu stärken - und die Bürger im Ernstfall nicht allein zu lassen." (PM/Red)
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