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Pressemitteilung vom 27.04.2026
Region
Neuronetzwerk nördliches Rheinland-Pfalz setzt auf Vernetzung und Digitalisierung
Das Neuronetzwerk nördliches Rheinland-Pfalz hat bei seinem zweiten Treffen in der BDH-Klinik Vallendar Schritte zur Verbesserung der Versorgung von Menschen mit erworbener Hirnschädigung beschlossen. Rund 50 Fachleute aus verschiedenen Bereichen kamen zusammen, um die Zusammenarbeit zu intensivieren und neue Projekte zu initiieren.
Zweite Treffen des Neuronetzwerks nördliches Rheinland-Pfalz in der BDH-Klinik Vallendar (Foto: Eva Geisler)Vallendar. Am Mittwoch (22. April) fand das zweite Treffen des Neuronetzwerks nördliches Rheinland-Pfalz in der BDH-Klinik Vallendar statt. Nach der erfolgreichen Gründung im November 2025 verfolgten rund 50 Teilnehmende aus Medizin, Pflege, Therapie, Rehabilitation und Eingliederungshilfe das Ziel, die Versorgung von Menschen mit erworbener Hirnschädigung nachhaltig zu verbessern. Dr. Elke Vespo, Leitende Ärztin der Neurologische Therapie RheinAhr, erklärte: "Wir wollen Versorgungslücken sichtbar machen und gemeinsam schließen." Eine engere Vernetzung aller Akteure - von der Akutversorgung bis zur langfristigen Begleitung im Alltag - soll Orientierung und Halt bieten.

Website nach der Sommerpause

Aktuell zählt das Netzwerk 39 registrierte Mitglieder aus 26 Institutionen sowie engagierte Einzelpersonen. Die Teilnahme ist offen und kostenfrei. Ein zentrales Thema war der Aufbau einer gemeinsamen Internetplattform, die Informationen bündelt und den Zugang zu Unterstützung erleichtert. Bernd Feix, Pädagogischer Vorstand der Stiftung Scheuern, betonte: "Die Webseite ist ein wichtiger Meilenstein." Der Entwurf wurde durch Anregungen ergänzt und soll nach der Sommerpause online gehen.

Pläne für 2026
Zusätzlich plant das Netzwerk zwei Treffen pro Jahr, das Nächste am 18. November im Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein - Ev. Stift St. Martin in Koblenz. Es ist auch eine Informationsveranstaltung zum Einsatz von Schlaganfalllotsen vorgesehen. Politisch strebt das Netzwerk ein Treffen mit Ellen Kubica, der Landesbeauftragten für die Belange der Menschen mit Behinderungen in Rheinland-Pfalz, an, um die Rahmenbedingungen für Betroffene zu verbessern.

Dr. Guido Ketter, Ärztlicher Direktor der BDH-Klinik Vallendar, resümierte: "Wir sind heute einen deutlichen Schritt weitergekommen." (PM/Red)
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