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| Pressemitteilung vom 25.04.2026 |
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| Region |
| Der Rotmilan im Westerwald: Ein Blick auf den König der Lüfte |
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| Im Buchfinkenland stand kürzlich ein besonderer Vogel im Mittelpunkt: der Rotmilan. Bei einer Veranstaltung des Zweckverbandes Naturpark Nassau und des Westerwald-Vereins wurde die Bedeutung dieses Greifvogels für die Region beleuchtet. |
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Horbach. Der Rotmilan, oft als "Deutschlands heimlicher Wappenvogel" bezeichnet, findet in Europa fast ausschließlich seine Brutplätze, wobei Deutschland die größten Bestände beherbergt. Diese Tatsache unterstreicht die Verantwortung Deutschlands für den Schutz dieser Art. Anlässlich einer Veranstaltung des Zweckverbandes Naturpark Nassau mit dem Westerwald-Verein Buchfinkenland wurden diese Themen ausführlich behandelt.
Uli Schmidt, Vorstandsmitglied des einladenden Zweigvereins des Westerwald-Vereins, begrüßte zahlreiche Interessierte, darunter viele Bewohner der gastgebenden Senioreneinrichtung. Dies spiegelte das große Interesse an diesem majestätischen Greifvogel wider, der auch im Buchfinkenland heimisch ist.
Rotmilan fühlt sich im Westerwald wohl
Simon Ostermann, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Zweckverband Naturpark Nassau, erläuterte, wie der Rotmilan selbst bei schlechten Beobachtungsbedingungen sicher erkannt werden kann. In seinem Vortrag ging er zudem auf die Lebensweise des Rotmilans ein – von der Jungenaufzucht bis zur Jagd in offenen Landschaften. Unterstützt wurde sein Vortrag durch eindrucksvolle Filme und Fotos. Ostermann erklärte: "Der Rotmilan profitiert von einer strukturreichen Kulturlandschaft, insbesondere von landwirtschaftlich weniger intensiv bewirtschafteten Wiesen und Weiden, die in Kombination mit Hecken, Feldgehölzen und Gewässern reichlich Nahrung bieten."
Aktuelle Forschung
Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrags war die aktuelle Forschung zum Rotmilan. Moderne GPS-Sender ermöglichen faszinierende Einblicke in das Zugverhalten der Vögel sowie in die Auswirkungen des Windenergieausbaus und unterschiedlicher Landnutzungsformen auf ihre Bestände. Nach dem Vortrag hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, den Rotmilan über dem Wildpark Westerwald zu beobachten. Neben Mäusebussarden und Kolkraben zeigte sich nach einiger Zeit auch der seltene Schwarzstorch, bevor schließlich einige Rotmilane über dem Gebiet kreisten. Eine Teilnehmerin bemerkte abschließend: "Hätten die Vorfahren unsere Kleinregion nicht schon nach dem Buchfink benannt, so könnten wir jetzt auch das Rotmilanland sein." (PM/Red) |
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| Pressemitteilung vom 25.04.2026 |
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