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| Nachricht vom 18.04.2026 |
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| Region |
| Frauenpower in Wirges: Zweite Landfrauenmesse versetzte Wirges in den Ausnahmezustand |
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| Wow, so viel Charme und Anmut hat Wirges lange nicht mehr gesehen: Die Landfrauenmesse des Westerwaldkreises zog mehrere hundert Frauen in und vor das Bürgerhaus. Auch der Wettergott musste einsehen, dass es für ihn nicht gut ausgehen könnte, wenn er sich mit den Landfrauen anlegen und zu ihrer Veranstaltung typisches Westerwald-Wetter schicken würde. So hatte er keinen Stress zu erleiden und die Organisatoren der Landfrauenmesse und die Besucher konnten sich über ein sommerliches Flair erfreuen. |
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Wirges. Die Parkplätze waren restlos überfüllt, bis hin zum Skaterplatz, im Bürgerhaus herrschte eine drangvolle Enge, genau wie auf dem Vorplatz vor dem Bürgerhaus.
Bereits nach kurzer Zeit konnte festgestellt werden, dass eine ausgezeichnete Stimmung über der Landfrauenmesse lag. Hinzu kam noch das spürbar feministische Element. Leidgeprüfte Männer befanden sich definitiv in Unterzahl und sammelten Pluspunkte, als sie ihre Frauen nach besten Kräften unterstützten.
Kleines, aber feines Programm eröffnete die Landfrauenmesse
Sandra Klöster vom Vorstand von "Wir Westerwälder" hatte im Gespräch mit den Kurieren vor der offiziellen Eröffnung erklärt, dass es keine pompöse Eröffnung geben würde, trotzdem ein würdiger Rahmen geschaffen werden soll, der dem Anlass entsprechend gestaltet würde. Zunächst durften sich die Besucher im rappelvollen Bürgerhaus über ein Medley der schwedischen Supergruppe "ABBA" erfreuen, vorgetragen von der Gruppe "Westwood Gospel" aus Herschbach (unter anderem "SOS", "I have a dream" und "Thank you for the music").
Anschließend begrüßte Landrat Achim Schwickert die Besucher aus nah und fern und konnte spürbar seine Freude nicht verbergen, über die große Resonanz, die die zweite Landfrauenmesse erzeugte. Anerkennend stellte er fest, dass sämtliche Bürgermeister der Verbandsgemeinden aus dem Westerwaldkreis anwesend waren. Natürlich begrüßte er Gudrun Breuer, die Präsidentin des Landfrauenverbandes Rheinland-Nassau und Sandra Köster von "Wir Westerwälder", stellvertretend für alle übrigen Mitglieder und Beteiligte. Über alle Kreisgrenzen hinweg sei der Landesfrauenverband Rheinland-Nassau ein wichtiges gesellschaftliches Element, das die wichtige Rolle von Frauen in der Landwirtschaft, in der Öffentlichkeit repräsentiert.
Alexandra Marzi, Bürgermeisterin der VG Wirges, fand bei ihrer Begrüßung ebenfalls nur lobende Worte und dankte allen beteiligten Helfern und Sandra Köster und ihrem Team, für die grandiose logistische und organisatorische Leistung, diese große Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Gudrun Breuer, Präsidentin des Landfrauenverbandes Rheinland-Nassau, zollte ebenfalls den Veranstaltern höchstes Lob und betonte, dass die zweite Landfrauenmesse ein noch stärkeres Miteinander bei den Landfrauen erzeugen würde. Sie wies nicht ohne Stolz darauf hin, dass 2026 das "Internationale Jahr der Landwirtin" sei - von der UN ausgerufen. Dort heißt es: " Ziel des Themenjahres ist es, die zentrale Rolle von Frauen in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Ernährungssektor weltweit sichtbar zu machen und ihren Beitrag zur Ernährungssicherheit und Armutsbekämpfung hervorzuheben."
"Tanzalarm Staudt" und "Westwood Gospel" begeisterten
Nach den offiziellen Begrüßungsreden folgte ein weiterer Höhepunkt, als die Kinder- und Jugendtanzgruppe "Tanzalarm Staudt" die Bühne betrat und ein wahres Feuerwerk tänzerischer Synchronität und sportlicher Eleganz abbrannte. Hebe- und Wurfelemente begeisterten die Zuschauer und forderten immer wieder Szenenapplaus heraus. "Schuld" an dem fantastischen Auftritt sind die beiden Trainerinnen Melanie Grunge und Saskia Orth, die sich über den berechtigten Beifall der Besucher freuen durften. Den Schlusspunkt unter den Begrüßungspunkt setzten die "Westwood Gospels", die mit Hits aus "Sister Act" erneut begeisterten.
Die Messe präsentierte eine breite Palette regional hergestellten Kunsthandwerks. Die Angebote reichen von genähten Produkten über Töpferwaren bis hin zu Strickwaren und bildender Kunst. Ergänzt wurde das Programm durch Mitmachaktionen für Jung und Alt, und informative Fachvorträge.
Für das leibliche Wohl sorgten Stände des Westerwälder Naturgenusses, darunter die Westerwald Brauerei und die Birkenhof Brennerei. Zauberer Tim Salabim begeisterte mit zwei kostenfreien Shows für Kinder, während Erwachsene die Messe erkunden konnten. Mitmach-Aktionen des Keramikmuseums Westerwald und des Landschaftsmuseums in Hachenburg rundeten den Tag ab.
Das Rahmenprogramm umfasste spannende Fachvorträge zu aktuellen Themen. Peggy Stüber sprach über "Immobilien ist Frauensache", während Yvonne Riede von der Milchwirtschaftlichen Arbeitsgemeinschaft Bad Kreuznach über "Milch in der Gesellschaft: Fakten, Mythen und Trends" referierte. Weitere Vorträge zu Gesundheit, Sport, Ernährung und Fitness waren ebenfalls geplant. Stefan Preker von der Ölmühle Gilles aus Bonefeld sprach über gesunde Fette und Omega-3-Fettsäuren.
Zufriedenes Resümee der Präsidentin
Die Kuriere konnten am Ende des Besuchs noch ein kurzes Gespräch mit, Gudrun Breuer, Präsidentin des Landfrauenverbandes Rheinland-Nassau, führen. Sie resümierte: "Die Zeiten, in denen Frauen in der Landwirtschaft nicht vollwertig wahrgenommen wurden, obwohl sie neben ihrer Arbeit in der Landwirtschaft noch Kinder und Haushalt zu betreuen hatten, sind überwiegend passé, Gott sei Dank. Frauen sind in der Landwirtschaft nicht mehr wegzudenken und alte Klischees sind längst überholt. Sie arbeiten körperlich und mental und wissen kraftvoll anzupacken, führen noch nebenher die Buchhaltung und bedienen die Bürokratie. Es hat lange gedauert, bis dieses Umdenken stattgefunden hat. Umso stolzer sind wir, dass die Zeitenwende auch von höchster politischer Instanz anerkannt wird, auch durch die Vereinten Nationen, die bekanntlich das Jahr 2026 zum "Internationalen Jahr der Landwirtin" ausgerufen haben."
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| Nachricht vom 18.04.2026 |
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