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Pressemitteilung vom 15.04.2026
Rheinland-Pfalz
Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz hat gefährliche Schlankheitsmittel aufgedeckt
Das Landesuntersuchungsamt (LUA) hat in drei Schlankheitsmitteln gesundheitsgefährdende Substanzen entdeckt. Die Produkte, die online aus dem Ausland bestellt wurden, enthalten verbotene Wirkstoffe. Käufer sind sich der Risiken oft nicht bewusst.
Nicht zugelassene Medikamente. (Quelle: LUA)Mainz. Mehrere lebensgefährliche Abnehmprodukte sind dem Zoll beim Versand nach Rheinland-Pfalz aufgefallen. Fachleute des Landesuntersuchungsamtes haben daraufhin in den Schlankheitsmitteln 150G Slim, A1 L-Carnitine Lepidium und Zotreem Dream gesundheitsschädliche Arzneiwirkstoffe nachgewiesen. Diese Produkte, die von Rheinland-Pfälzern über das Internet im Ausland bestellt wurden, enthielten Sibutramin und eines davon auch Phenolphthalein. Aufgrund fehlender Deklaration können Käufer nicht wissen, welcher Gesundheitsgefahr sie sich aussetzen.

Sibutramin war früher ein zugelassener Wirkstoff gegen Adipositas, wurde jedoch wegen gravierender Nebenwirkungen wie erhöhtem Blutdruck und Herzerkrankungen vom Markt genommen. Zudem sind gefährliche Wechselwirkungen bei gleichzeitiger Einnahme von Psychopharmaka bekannt. Phenolphthalein, das abführend wirkt, wurde aufgrund des Verdachts auf krebserregende Nebenwirkungen bereits vor vielen Jahren in Deutschland verboten.

Vorsicht vor den Versprechen auf Online-Plattformen
Alle drei Produkte gelten als nicht zugelassene Medikamente, deren Verkauf in Deutschland illegal ist. Der Handel mit solchen Mitteln stellt eine Straftat dar, die nach dem Arzneimittelgesetz geahndet werden kann. Das LUA rät dringend davon ab, den Versprechen auf dubiosen Internetseiten zu vertrauen, und betont, dass immer wieder gesundheitsgefährdende Substanzen in Schlankheitsmitteln nachgewiesen werden. (PM/Red)
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