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Pressemitteilung vom 10.04.2026
Politik
Frühkindliche Bildung in Rheinland-Pfalz: Eltern fordern konkrete Umsetzung von Wahlversprechen
In Mainz hat der Landeselternausschuss der Kitas in Rheinland-Pfalz (LEA RLP) die künftigen Koalitionspartner CDU und SPD dazu aufgerufen, ihre bildungspolitischen Versprechen zu erfüllen. Die Parteien hatten im Wahlkampf die Bedeutung der Bildung betont. Nun sollen konkrete Maßnahmen folgen.
Foto: PixabayMainz. Der Vorstand des Landeselternausschusses der Kitas in Rheinland-Pfalz (LEA RLP) erinnerte die Verhandlungspartner von CDU und SPD daran, ihre bildungspolitischen Versprechen aus dem Wahlkampf konsequent umzusetzen. Beide Parteien hatten Bildung als zentrales Zukunftsthema hervorgehoben. Der LEA RLP fordert nun, dass dieser Anspruch sich auch in den Koalitionsverhandlungen widerspiegelt.

"Bildung für Kinder beginnt in der Kita. Kitas sind Bildungs- und Demokratieorte, soziale Räume und zentrale Unterstützungssysteme für Familien, und ihre Qualität entscheidet maßgeblich über Chancengerechtigkeit", erklärt Annegret Neugschwender, Vorsitzende des LEA RLP. Im Sondierungspapier bekennen sich CDU und SPD ausdrücklich dazu, "in Bildung von Anfang an" zu investieren, Gebührenfreiheit zu sichern und jedem Kind die bestmögliche Förderung zu ermöglichen. Dieses Versprechen soll sich konkret im Koalitionsvertrag niederschlagen, insbesondere im Bereich der frühkindlichen Bildung.

Das Forderungspapier des LEA RLP benennt die aus Elternsicht notwendigen strukturellen Verbesserungen: verlässliche und bedarfsgerechte Rahmenbedingungen, eine dauerhaft verankerte Sprachförderung, bessere Personalschlüssel sowie Lösungen zur Absicherung personeller Ausfälle. Zentral ist zudem die verbindliche Stärkung der Elternmitwirkung als Qualitätsmerkmal im Kita-System. Darüber hinaus werden eine Professionalisierung der Trägerstrukturen und eine stärkere Verzahnung von Kita und Schule gefordert. Ein verpflichtendes Vorschuljahr lehnt der LEA RLP weiterhin ab.

"Die frühkindliche Bildung darf im politischen Handeln nicht hinter den eigenen Ankündigungen zurückbleiben. Wer von Investitionen "von Anfang an" spricht, muss diese auch konsequent in den Kitas sichtbar machen", so Neugschwender. Der LEA RLP fordert die zukünftigen Koalitionspartner auf, ihre Ankündigungen mit konkreten Maßnahmen, verbindlichen Zeitplänen und ausreichenden finanziellen Mitteln zu unterlegen, um beste Bildungschancen für alle Kinder von Anfang an zu gewährleisten. (PM/Red)
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