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Nachricht vom 30.03.2026
Rheinland-Pfalz
Technische Probleme bei Pflegekammer-Umfrage in Rheinland-Pfalz
Die Mitgliederbefragung der Pflegekammer Rheinland-Pfalz steht unter Kritik. Trotz eines holprigen Starts mit technischen Problemen verzeichnet die Kammer eine hohe Teilnahmezahl.
Wohn-Pflege-Gemeinschaft. Foto: Uwe Anspach/dpaMainz. An der umstrittenen Mitgliederbefragung der Pflegekammer Rheinland-Pfalz haben bisher rund 5.200 Personen teilgenommen. Die Kammer betonte in einer Mitteilung, dass es trotz anfänglicher technischer Schwierigkeiten eine "hohe Beteiligung" gegeben habe. Zum Start der Online-Umfrage am 23. März kam es zu technischen Einschränkungen - die Website war kurzzeitig nicht erreichbar und die Server erreichten aufgrund hoher Zugriffszahlen ihre Belastungsgrenze. Daraufhin wurden die Kapazitäten erweitert.

Aufgrund dieser Probleme forderte die Gewerkschaft Verdi den Abbruch der Befragung. Die Kammer erklärte jedoch, dass die Umfrage insgesamt ordnungsgemäß verlaufe. Dennoch beschäftigt sich die Vertreterversammlung mit der geäußerten Kritik und berät über das weitere Vorgehen. Eine Sprecherin der Kammer teilte auf Anfrage mit, dass noch unklar sei, ob die Umfrage wie geplant bis zum 2. April fortgesetzt, abgebrochen oder verlängert wird.

Die 2016 gegründete Kammer, die die Interessen von etwa 40.000 Pflegekräften im Land vertreten soll, sieht sich wegen der kostenpflichtigen Pflichtmitgliedschaft und dem Vorwurf, die Belange der Mitglieder nicht ausreichend zu vertreten, starker Kritik ausgesetzt. Die Ergebnisse der aktuellen Umfrage könnten entscheidend dafür sein, ob die Kammer weiterhin bestehen bleibt. (dpa/bearbeitet durch Red)
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