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Pressemitteilung vom 30.03.2026
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"Messias: Händels Geniestreich wird in Hadamar am 25. April aufgeführt
Monate der Proben liegen hinter den Sängern der Kantorei des evangelischen Dekanats an der Lahn und den Instrumentalisten des Mittelhessischen Kammermusikensembles. Unter der Leitung von Dekanatskantor Martin Buschmann haben sie an einer Fortsetzung ihrer langjährigen Reihe aus großen Chorwerken gearbeitet.
In Hadamar wird Händels "Messias" aufgeführt. (Symbolfoto)Hadamar. Am Samstag, 25. April, führen sie nun von 19 Uhr an in der katholischen Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk in Hadamar das Oratorium "Messias" von Georg Friedrich Händel auf. Organisatorisch stehen das evangelische Dekanat, die evangelische Kirchengemeinde Hadamar und die Kulturvereinigung Hadamar hinter dem Konzert.

Mit dem "Messias" ist Händel 1741 ein Geniestreich gelungen: Innerhalb von nur 24 Tagen soll er damals in London die gesamte Partitur niedergeschrieben haben. Die Aufführungen bewegten und begeisterten das Publikum - König George II. ebenso wie das einfache Volk. Aber der "Messias" löste auch einen Skandal aus: Obwohl es ein geistliches Stück ist, ließ Händel es vor allem auf der Theaterbühne aufführen, wenn auch ohne Kostüme oder gespielte Handlung. Das trug dem Komponisten den Vorwurf der Gotteslästerung ein.

Über die Jahrhunderte hinweg hat der Erfolg Händel allerdings bestätigt. Der "Messias" gilt bis heute als eines der populärsten großen Werke der geistlichen Musik. Er erzählt anhand bekannter Textstellen vor allem aus dem alten Testament die Prophezeiung, es werde einst ein Erlöser kommen, der Messias eben. Als dieser tritt auch in dem Oratorium Jesus mit seiner wechselvollen Lebensgeschichte auf.

Als Solisten wirken Rahel Sapper-Maas (Sopran), Tabea Nolte (Alt), Raphael Wittmer (Tenor) und Christos Pelekanos (Bariton) mit. Rahel Sapper-Maas hat sich im Studien an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt und der Schola Cantorum Basiliensis in Basel auf Alte Musik konzentriert, insbesondere auf die Interpretation von Barockmusik. Neben Opernengagements gastierte sie als Konzertsängerin unter anderem an der Berliner Philharmonie, der Tonhalle Zürich und der Royal Albert Hall. Tabea Nolte studierte Kirchenmusik in Dresden, Berlin, Tel Aviv und New York. Mit ihrem breiten Repertoire und einem Schwerpunkt beim Passions- und Kantatenwerk von Johann Sebastian Bach musizierte sie unter anderem mit der Capella Weilburgensis, Camerata viva Tübingen und dem Consortium Musica Sacra Köln. Christos Pelekanos wirkte neben seiner Arbeit mit dem Vokalquintett Teatro del Mondo unter anderem im Deutschen Kammerchor, dem Kammerchor Stuttgart und dem Balthasar-Neumann-Chor mit. Raphael Wittmer begann seine musikalische Ausbildung bei den Luzerner Sängerknaben. Er studierte Gesang an den Musikhochschulen in Basel und Köln. Inzwischen ist er langjähriges Ensemblemitglied am Nationaltheater Mannheim. In der bevorstehenden Spielzeit ist er auch bei den Schwetzinger Festspielen zu erleben.

Eintrittskarten sind zum Preis von 20 Euro im Vorverkauf erhältlich. An der Abendkasse in der Pfarrkirche beträgt der Eintrittspreis 25 Euro. Für Schüler und Studenten gilt ein verbilligter Preis sowohl an der Abendkasse als auch im Vorverkauf in Höhe von 15 Euro. Vorverkaufsstellen sind die Buchhandlung Hämmerer, Schulstraße 9 in Hadamar, das Gartencenter Mertz, Am Steinkreuz 3 in Niederhadamar, "Buch & Tee", Rathausstraße 2 in Elz, und die Ticketzentrale, Hospitalstraße 4 in Limburg. (PM)
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