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| Nachricht vom 24.03.2026 |
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| Rheinland-Pfalz |
| FDP-Landesvorsitzende Daniela Schmitt tritt zurück |
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| Nach dem Ergebnis der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz zieht die FDP personelle Konsequenzen. Die Landesvorsitzende Daniela Schmitt kündigt ihren Rückzug an und plant einen geordneten Übergang. |
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Mainz. Das schlechte Ergebnis der Freien Demokratischen Partei (FDP) bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz hat personelle Veränderungen zur Folge. Spitzenkandidatin Daniela Schmitt wird sich von ihrem Amt als Landesvorsitzende zurückziehen. Bei der im Mai geplanten Neuwahl des Vorstands wird sie nicht mehr kandidieren, wie sie am Abend der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. "Dieses Ergebnis ist für uns ein tiefer Einschnitt", erklärte Schmitt nach einer Sitzung des Landesvorstandes. Sie übernehme als Spitzenkandidatin und Vorsitzende die Verantwortung und wolle nun für einen geordneten Übergang sorgen.
Neuwahl des Vorstandes am 9. Mai
Die FDP hatte am Sonntag lediglich 2,1 Prozent der Stimmen erhalten und verfehlte damit den Wiedereinzug in den Landtag. Schmitt betonte die Notwendigkeit einer "intensiven Beratung zur künftigen inhaltlichen und strukturellen Aufstellung der Freien Demokraten". Gemeinsam mit dem geschäftsführenden Landesvorstand schlug sie vor, dass beim kommenden Landesparteitag am 9. Mai ein neuer Vorstand gewählt wird. Dieser Vorschlag fand Zustimmung im erweiterten Landesvorstand.
Seit April 2025 an der Spitze der Landespartei
Schmitt führte die Landespartei seit April des vergangenen Jahres, nachdem sie Volker Wissing abgelöst hatte. In der bis zum Wahlsonntag amtierenden Ampel-Regierung war die 53-jährige Wirtschafts- und Verkehrsministerin. Einen ihrer größten Erfolge sah sie in der Ansiedlung des US-Pharmakonzerns Eli Lilly in Alzey.
Gewinnerin eines innerparteilichen Machtkampfs
Ihrer Wahl zur Landeschefin ging ein innerparteilicher Machtkampf voraus, der nach Wissings Abgang und dem unerwarteten Tod von Justizminister Herbert Mertin ausbrach. Trotz der demonstrierten Einigkeit konnte die FDP in den Umfragen nicht zulegen. Bei der Landtagswahl 2021 hatte Schmitt als Spitzenkandidatin noch 5,5 Prozent erreicht. Vor ihrer politischen Karriere war sie Regionaldirektorin bei der Mainzer Volksbank. Schmitt trat erst mit über 30 Jahren in die FDP ein.
"Auch aus der außerparlamentarischen Opposition werden wir Freie Demokraten eine klare liberale Stimme bleiben - selbstbewusst und mit dem festen Willen, Vertrauen zurückzugewinnen", sagte Schmitt weiter. "Die Freiheit lebt in der demokratischen Mitte unseres Landes. Und sie wird auch wieder Teil unserer Parlamente sein." (dpa/bearbeitet durch Red) |
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