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| Nachricht vom 22.03.2026 |
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| Kultur |
| SWR1 Hits und Storys vereinnahmte die Stadthalle in Ransbach-Baumbach |
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| Am Samstag (21. März 2026) endete die "SWR1 Hits und Storys" im Frühjahr in Ransbach-Baumbach. Vor ausverkaufter Halle spielte die Band "PopHistory" bekannte Hits aus den 70er-, 80-er und 90er-Jahren, die das Publikum in Erinnerungen schwelgen ließen. |
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Ransbach-Baumbach. Es muss etwas Besonderes sein, wenn die Stadthalle in Ransbach-Baumbach bereits Wochen vor einer Veranstaltung ausverkauft ist und sogar Kartenwünsche abgelehnt werden müssen. Was war der Anlass für den Andrang auf die Tickets? "SWR1 Hits und Storys" machte im Rahmen ihrer Tournee quer durch Rheinland-Pfalz Station in der Töpferstadt. "Man hebt sich das Beste immer zum Schluss auf", so lautet ein Spruch, der sich auch in dem Fall dieser Veranstaltung bewahrheitete. Mit dem Auftritt in Ransbach-Baumbach endete die Tournee der Band "PopHistory", zusammen mit Bernd Rosinus, dem Musik-Chef von SWR1, im Westerwald. Der Untertitel der Show kann nicht treffender beschrieben werden: Musik, die verbindet, Geschichten, die bewegen.
Da die Setliste, wie auf den anhängenden Fotos zu sehen ist, ausschließlich Hits aus den 70er-, 80er- und 90er Jahren beinhaltete, war auch dementsprechend das Publikum aufgestellt, das vielfältig in Erinnerungen schwelgte und Gefühle aus einer vergangenen Zeit noch einmal erleben durften. Die Besucher sogen die Musik regelrecht auf, um am Ende in anhaltendem Beifall zu verfallen. Damit ist ein Resümee vorab zu erkennen, denn es dürfte niemand dabei gewesen sein, der nicht glücklich nach Hause gegangen wäre.
"PopHistory" und Bernd Rosinus - ein eingespieltes Team
Doch es war nicht nur der Sound und die Musik, die beeindruckten, der Part von Rosinus erwies sich als ideale Ergänzung zu den Hits. Da die Besucher die Hits in der Blüte ihrer Jahre selbst erlebt hatten, waren ihnen Titel und Stars bestens bekannt, sie waren also fachkundig. Rosinus kündigte in der Show jeweils den folgenden Titel an, schilderte zusätzlich Anekdoten und Geschichten rund um die jeweiligen Musiker, die den meisten der Besucher unbekannt waren und deshalb auf großes Interesse stießen.
Er gestaltete seine Moderation unterhaltsam und humorvoll, sodass bei der Kombination aus Musik und Moderation zu keiner Zeit Langweile oder Leerlauf aufkam. Band und Moderator ergänzten sich gegenseitig, sprühten vor Energie und Spielfreude, das übertrug sich auch in den Saal. Die Symbiose aller in der Stadthalle Befindlichen erzeugte eine Atmosphäre, getragen von gegenseitiger Sympathie.
Da das Publikum sich aus Besuchen zusammensetzte, die mit den Hits aus den 70er-, 80er- und 90er Jahre groß geworden sind, wurde jeder Song gebührend gefeiert. Gefühlvolle Balladen wechselten mit hartem Rock, auch darum baute sich ein großer Spannungsbogen auf mit der Frage: Was kommt als Nächstes?
Es ist nicht möglich, sämtliche Songs einzeln aufzuführen, ebenso die jeweiligen Geschichten von Rosinus hinzuzufügen. Darum werden an dieser Stelle nur zwei Beispiele exemplarisch aufgeführt: Bryan Adams und Amy Winehouse.
"When You're Gone" - Bryan Adams und Melanie C.
Skandale? Fehlanzeige. Adams ist der Gegenentwurf zum Rockstar-Klischee: seit Jahrzehnten vegan, engagiert für Umwelt- und Tierschutz, Stiftungsgründer und erfolgreicher Fotograf. Während andere Hotelzimmer zerlegen, diskutiert er lieber über gesunde Küche - inklusive eigenem veganen Kochbuch. Ende der 90er sorgt er mit dem Duett "When You're Gone" für Aufsehen. Eigentlich als Solo geplant, holt er spontan Melanie C. von den "Spice Girls" dazu. Rock trifft Pop - locker aufgenommen, international erfolgreich und ein perfektes Beispiel dafür, wie Gegensätze zusammen funktionieren.
"Back To Black" - Amy Winehouse
Amy Winehouse war eine dieser Stimmen, die man einmal hört und nie wieder vergisst - ein Talent, das Soul, Jazz und Pop mit der Tiefe alter Blues-Legenden verband. Schon mit 16 fiel sie im "National-Youth-Jazz-Orchestra" auf, veröffentlichte mit 20 das Debüt "Frank" und schrieb ehrlich über Liebe, Zweifel und sich selbst. Nach einer kreativen Pause und einer zerstörerischen Beziehung entstand "Back To Black" (2006): Ein zeitlos klingendes Album mit Songs wie "Rehab" und "Back to Black", das sie zur Weltikone machte.
Der Ruhm war größer als ihr Halt - Alkohol, Druck und Öffentlichkeit wurden ihr zum Verhängnis. Doch als ihr Vermächtnis bleiben wenige, aber außergewöhnlich starke Songs. Amy Winehouse verstarb 2011 im Alter von nur 27 Jahren. Ihre Autopsie ergab eine Blutalkoholkonzentration (BAK) von über vier Promille zum Todeszeitpunkt.
Ohne Zugabe kein Abschluss
So reihte sich im Laufe der Show eine Geschichte an die nächste, die das Publikum gerne aufnahm und mit viel Applaus bedachte. Rosinus und die Band "PopHistory" wurden am Ende der dreistündigen Show mit Standing Ovations und Rufen nach Zugaben belohnt, denen die Band gerne nachkam. Somit endete ein Abend, der zufriedene und glückliche Menschen vor und auf der Bühne hervorbrachte und sicherlich bei den meisten noch lange hängen bleiben wird.
Die Band "PopHistory" spielte in folgender Besetzung: Martin Holl: Keys, Harp, Saxofon, Backings; Tim Kosack: Drums, Backings; Marc Jullien: Bass; Matthias Schärf: Gitarre, Backings; Helen Forster: Gesang; Peter Kühn: Gesang, Gitarre und Sascha Kleinophorst: Gastsänger. |
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