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Pressemitteilung vom 18.03.2026
Rheinland-Pfalz
CDU ganz knapp vor SPD: Hochspannung vier Tage vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz
In Rheinland-Pfalz herrscht kurz vor der Landtagswahl am Sonntag, 22. März 2026, Hochspannung. Eine aktuelle Umfrage zeigt ein enges Rennen zwischen CDU und SPD um die Mainzer Staatskanzlei.
Offene Diskussion bei der «Allgemeine Zeitung Mainz» mit den Spitzenkandidaten. (Foto: Michael Brandt/dpa)Mainz. Wenige Tage vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz liegt die CDU laut einer neuen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für die "Bild"-Zeitung mit 28 Prozent Zustimmung knapp vor der SPD, die auf 27 Prozent kommt. Damit steht bei der Abstimmung an diesem Sonntag ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen bevor. Bei der Wahl im Jahr 2021 hatte die SPD noch deutlich mit 35,7 Prozent vor der CDU mit 27,7 Prozent gelegen. Die Union führte lange in den Umfragen, doch ihr Vorsprung ist mittlerweile geschrumpft.

Debatte um den Klimaschutz
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer sieht auch in der wirtschaftlichen Krise keinen Anlass für weniger Klimaschutz. «Wer glaubt, wir können uns Klimaschutz gerade nicht leisten, weil die Wirtschaft jetzt gerade in Schwierigkeiten ist, der kennt die reale Situation vieler Unternehmen nicht», sagte er. «Und darum wird es von mir auch keine Abkehr vom Klimaschutz geben.» Im Gegenteil, es brauche hier künftig sogar noch mehr Investitionen.

CDU-Herausforderer Gordon Schnieder sagte, auch seine Partei wolle Klimaschutz weiter betreiben, es müssten aber alle erneuerbaren Energien in den Blick genommen werden: nicht nur Photovoltaik und Windkraft, sondern etwa auch die Wasserkraft. Kritisch sehe er jedoch, dass Rheinland-Pfalz 2040 und damit fünf Jahre früher als der Bund die Klimaneutralität erreichen wolle.

Wer überspringt die Fünf-Prozent-Hürde?
Nach der Insa-Umfrage erreicht die AfD nun schon 20 Prozent. Die Grünen kommen auf 9 Prozent. Die Freien Wähler und die Linke müssen mit jeweils fünf Prozent um den Einzug in den Landtag bangen. Die FDP fällt unter 3 Prozent und wäre somit nicht mehr im neuen Parlament vertreten.

Bei der Frage nach dem künftigen Ministerpräsidenten bevorzugen 29 Prozent der Befragten den amtierenden Amtsinhaber Alexander Schweitzer (SPD). Der CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder erhält 13 Prozent Unterstützung, während der AfD-Spitzenkandidat Jan Bollinger auf 9 Prozent kommt.

Wahlumfragen sind nicht sicher
Es wird darauf hingewiesen, dass Wahlumfragen generell Unsicherheiten aufweisen. Für diese Umfrage wird eine statistische Fehlertoleranz von plus/minus rund drei Prozentpunkten angegeben. Herausforderungen wie schwindende Parteibindungen und kurzfristige Wahlentscheidungen erschweren den Meinungsforschern die Gewichtung der Daten. Umfragen geben stets nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wieder und sind keine Prognosen für den Wahlausgang. (dpa/bearbeitet durch Red)
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