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Pressemitteilung vom 18.03.2026
Region
Probleme am Bahnübergang bei Marzhausen: Landrat schreibt Bahnbevollmächtigten an
Der Bahnübergang an der B 414 bei Marzhausen ist zu einem echten Ärgernis geworden. Seit Monaten staut sich hier der Verkehr zwischen Hachenburg und Altenkirchen aufgrund eines Provisoriums bei den Schrankenanlagen Tag für Tag auf teils mehreren hundert Metern.
Stau am Bahnübergang Marzhausen (Foto: Kreisverwaltung Altenkirchen)Kreis Altenkirchen/Westerwaldkreis. Das hat Landrat Dr. Peter Enders kürzlich zum Anlass genommen, um in Abstimmung und mit Unterstützung seines Kollegen Achim Schwickert (Westerwaldkreis) in einem Schreiben an den neuen rheinland-pfälzischen Bahnbevollmächtigten Ismail Ertug auf die Situation hinzuweisen. Ertug hatte sich Anfang des Jahres per Mail offiziell vorgestellt und den Landräten und Bürgermeistern einen offenen, konstruktiven Dialog angeboten. Zugleich betonte der Konzernbevollmächtigte, dass die Modernisierung des Schienennetzes einem Marathon gleichkomme.

Auf der Strecke der Oberwesterwaldbahn, auf der die RB 90 verkehrt, existieren noch diverse Baustellen der DB Infra Go, was regelmäßig auch im Zugverkehr zu Verspätungen führt. Vom Bahnübergang in Marzhausen ist aber auch der Straßenverkehr tangiert. Die Schranken werden hier extrem früh geschlossen. In seinem Schreiben an Ertug verweist Landrat nicht nur auf extrem lange Wartezeiten für Pendler, auch Fahrzeuge des Rettungsdienstes und der Schülerverkehr seien betroffen. Seit Monaten warte die Region hier auf Abhilfe.

Maßnahme mit größerem Nachdruck vorantreiben
"Es wäre schön, wenn Sie diese Maßnahme mit etwas größerem Nachdruck vorantreiben könnten, damit die Betroffenen vor Ort endlich einen sichtbaren Fortschritt sehen", schreibt Enders. Denn: "Die Akzeptanz für den von Ihnen beschriebenen Marathon mit dem Ziel einer funktionierenden Bahn beginnt nicht nur auf den prominenten Strecken im Rheintal, sondern eben auch auf Nebenstrecken im Westerwald."

In seinem Brief an den Konzernbevollmächtigten war daneben auch noch einmal die Siegstrecke und deren bevorstehende Sanierung ein Thema. Das Verständnis der Menschen im Westerwald und im Siegerland dafür, dass dabei die beiden eingleisigen Engstellen nicht beseitigt werden, tendiere gegen Null, so der Landrat. Von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder wurde Enders vergangene Woche nun darüber informiert, dass für diese Maßnahme keine Planungsmittel bereitstehen.
Eine Antwort der Bahn auf das Schreiben des Landrats steht nach Angaben der Kreisverwaltung noch aus. (PM/red)
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