| WW-Kurier |
| Ihre Internetzeitung für den Westerwaldkreis |
|
| Pressemitteilung vom 11.03.2026 |
|
| Region |
| Keramikmuseum zeigt zum Jubiläum den "Superstoff" in neuer Ausstellung |
|
| ANZEIGE | Zum 50-jährigen Bestehen startet das Keramikmuseum Westerwald mit einer neuen Dauerausstellung ins Jubiläumsjahr. In Höhr-Grenzhausen rückt die Präsentation die Bedeutung von Keramik in Alltag, Technik und Industrie in den Mittelpunkt. |
|
Höhr-Grenzhausen. Das Keramikmuseum Westerwald eröffnet am Mittwoch, 18. März 2026, um 14 Uhr feierlich die neue Dauerausstellung "Superstoff Keramik – Vom Vorratstopf zum Datenspeicher". Passend zum 50-jährigen Jubiläum widmet sich das Museum damit einem Thema, das seit Beginn eng mit seinem Konzept verbunden ist. Im Mittelpunkt steht die Keramikindustrie und die Frage, welche Rolle Keramik früher und heute spielt.
Das Museum wurde 1976 vom Westerwaldkreis gegründet und zunächst mit dem Zusatz "im Aufbau" in der Schillerschule in Höhr-Grenzhausen eingerichtet. Träger war damals ein Förderkreis, dem neben dem Westerwaldkreis auch die Verbandsgemeinden Höhr-Grenzhausen und Ransbach-Baumbach sowie lokale Keramikfirmen angehörten. Die ersten Bestände stammten aus dem ehemaligen Kreisheimatmuseum in Montabaur und aus dem Besitz der Stadt Höhr-Grenzhausen.
Blick auf 50 Jahre Museumsarbeit
Innerhalb kurzer Zeit konnten Sammlung und Aktivitäten deutlich erweitert werden. Nach der Übernahme der Trägerschaft durch den Westerwaldkreis entstand schließlich das heutige Museum. Seit nunmehr 50 Jahren zeigt das Haus, welche Bedeutung Keramik als Material hat und wie stark sie das tägliche Leben beeinflusst hat.
So machte Keramik es etwa möglich, Lebensmittel zu lagern, sicher zu transportieren und vor dem Verderben zu schützen. Auch Verbesserungen bei Hygiene und Gesundheit werden mit ihr verbunden. Keramische Wasserleitungen und Filter trugen dazu bei, Krankheiten wie Typhus und Cholera einzudämmen. Heute ist Keramik in vielen Bereichen unverzichtbar, unter anderem im Bauwesen, in Medizin, Raumfahrt und Umwelttechnologie.
Neue Ausstellung mit besonderem Konzept
Die neue Dauerausstellung schlägt den Bogen zurück zu den Anfängen und stellt zugleich moderne Anwendungen vor. Gezeigt wird die technische Keramik in einem Schaudepot, das in dieser Form bislang einzigartig ist. Beschrieben wird dieser Bereich als begehbarer Lehrkoffer.
In einem innovativ gestalteten Raum soll sichtbar werden, wie vielseitig und essenziell der "Superstoff" für das Leben geworden ist. Damit verbindet die Ausstellung historische Entwicklung, industrielle Bedeutung und gegenwärtige Nutzung in einer neuen Form der Präsentation.
Förderung und Eröffnung
Möglich wurde die Ausstellung durch finanzielle Förderung der Alexander-Tutsek-Stiftung und des Bildungs- und Forschungszentrums Keramik, BFZK, sowie durch materielle Spenden zahlreicher Unternehmen. Ein besonderer Dank gilt Heike Corcilius, Andreas Baaske, Prof. Dr. Gernot Klein und Michael Specht für ihr ehrenamtliches Engagement bei der inhaltlichen und organisatorischen Gestaltung des Raumes.
Zur feierlichen Eröffnung spricht nach der Begrüßung durch Landrat Achim Schwickert auch Barbara Kunze, Stiftungsmanagerin der Alexander-Tutsek-Stiftung. Anschließend gibt Prodekan Prof. Dr.-Ing. Pascal Seffern, BFZK/Hochschule Koblenz, Einblicke in das Thema. Um Anmeldung unter kontakt@keramikmuseum.de wird gebeten. Das Keramikmuseum befindet sich in der Lindenstraße 13 in Höhr-Grenzhausen. (PM/bearbeitet durch Red) |
|
| Pressemitteilung vom 11.03.2026 |
www.ww-kurier.de |
|
|
|
|
|
|