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| Nachricht vom 09.03.2026 |
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| Wirtschaft |
| Asbest im Spielsand: Warnungen sorgen für Verunsicherung bei Eltern |
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| RATGEBER | Aktuelle Medienberichte über Asbestfunde in buntem Spielsand verunsichern viele Eltern und rücken die Materialzusammensetzung von Spielzeug in den Fokus. Dieser Ratgeber erklärt die geologischen Hintergründe dieser Funde und zeigt auf, warum Produkte aus Glasperlen wie der Sandolin Zaubersand eine sichere Alternative zu herkömmlichem Natursand darstellen. |
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Mehrere große Medien berichten derzeit über Funde von Asbest in buntem Bastel- und Spielsand. Was für viele Eltern bislang nach einem Randthema klang, ist inzwischen im Alltag angekommen.
• So warnte BILD vor Asbest in Kinder-Spielsand, der offenbar aus China importiert wurde. In Laboruntersuchungen seien krebserregende Fasern nachgewiesen worden.
• Auch Stiftung Warentest griff das Thema auf und berichtete über entsprechende Warnungen von Verbraucherschützern. In Proben von buntem Spielsand seien Asbestbestandteile gefunden worden.
• Die Rheinische Post schilderte, was Eltern nun wissen sollten und wie mit betroffenen Produkten umzugehen ist.
Ähnliche Berichte erschienen unter anderem bei heute.at sowie bei 20 Minuten. Die Kernaussage ist überall dieselbe: In einzelnen Produkten wurde Asbest nachgewiesen. Die Diskussion um Spielsand hat damit eine neue Dimension erreicht.
Asbest ist ein natürliches Mineral und kein exotisches Importproblem
Wichtig ist zunächst ein grundlegender Punkt: Asbest ist kein künstlich zugesetzter Stoff. Es handelt sich um ein natürlich vorkommendes Mineral, das weltweit in bestimmten Gesteinsarten enthalten ist. Genau deshalb ist das Problem nicht auf ein einzelnes Produktionsland beschränkt.
• In Österreich wurde erst kürzlich in einer Region im Burgenland natürlich vorkommendes Asbest im Boden festgestellt, wie der ORF berichtete.
• In Belgien musste ein Spielplatz in Sint Niklaas nach Asbestfunden aufwendig gereinigt werden, bevor er wieder öffnen durfte.
• Und auch in den Niederlanden wurde Asbest in einem Spielbereich entdeckt, was weitere Untersuchungen nach sich zog.
Diese Beispiele zeigen deutlich: Asbest kommt auch in Europa vor. Wer also glaubt, es handle sich ausschließlich um ein Fernost-Problem, greift zu kurz. Entscheidend ist nicht die Flagge auf der Verpackung, sondern das Material selbst und wie es verarbeitet wurde.
Warum mineralischer Spielsand problematisch sein kann
Spielsand wird in vielen Fällen aus natürlichem Gestein gewonnen. Dieses Gestein wird zerkleinert, gesiebt und teilweise eingefärbt oder mit Bindemitteln versetzt. Wenn das Ursprungsmaterial aus einer Region stammt, in der asbesthaltige Gesteinsschichten vorkommen, kann es theoretisch zu Verunreinigungen kommen.
Für Eltern ist das schwer zu erkennen. Auf der Verpackung steht selten, wie intensiv jede Charge geprüft wurde.
Gerade bei Produkten, die im Innenraum verwendet werden, also dort, wo Kinder kneten, drücken und zerbröseln, spielt Staubbildung eine Rolle. Feine Fasern, sofern vorhanden, könnten eingeatmet werden. Genau hier setzt die aktuelle Sorge an.
Der Unterschied beim Sandolin Zaubersand
Im Zuge der aktuellen Berichterstattung liegt der Redaktion ein aktueller Labor-Testbericht zum Sandolin Zaubersand vor. Dieser Test bestätigt, dass in den untersuchten Proben kein Asbest nachgewiesen wurde.
Der entscheidende Punkt ist dabei nicht nur die Prüfung selbst, sondern das Grundmaterial. Sandolin Zaubersand enthält keinen natürlichen Rohsand. Genau darin liegt der wesentliche Unterschied zu vielen anderen Spielsand-Produkten.
Der Sandolin Zaubersand besteht aus Glasperlen. Das heißt: Das Ausgangsmaterial ist geschmolzenes Glas und kein zerkleinertes Naturgestein.
Um Glas herzustellen, werden mineralische Rohstoffe bei extrem hohen Temperaturen geschmolzen. Dabei entstehen Temperaturen von deutlich über 1000 Grad.
Asbest besteht aus feinen, faserartigen Kristallen. Diese Struktur ist für die Gefährlichkeit verantwortlich. In einem Schmelzprozess, wie er bei der Herstellung von Glasperlen für den Sandolin Zaubersand eingesetzt wird, würde eine solche Faserstruktur nicht erhalten bleiben. Sie würde durch die Hitze vollständig zerstört.
Einfach gesagt: Beim Sandolin Zaubersand gibt es keinen natürlichen Rohsand, der aus einem Steinbruch stammt. Es gibt kein Gestein, das lediglich zerkleinert wurde. Stattdessen wird das Material vollständig geschmolzen. Dadurch kann Asbest im Sandolin Zaubersand grundsätzlich ausgeschlossen werden.
Ein weiterer Unterschied liegt in der Form. Klassischer Sand besteht aus gebrochenen, kantigen Kristallen. Diese entstehen, wenn Gestein mechanisch zerkleinert wird. Die Körner haben scharfe Kanten und eine raue Oberfläche. Beim Sandolin Zaubersand bestehen die Partikel dagegen aus kleinen, runden Glasperlen.
Die Partikelgröße liegt bei etwa 74 bis 140 Mikrometern. Das entspricht ungefähr der Körnung von sehr feinem Sand. Entscheidend ist jedoch nicht nur die Größe, sondern auch die Gleichmäßigkeit. Diese runde Form sorgt dafür, dass sich der Sandolin Zaubersand besonders weich und angenehm anfühlt. Die Glasperlen gleiten sanfter aneinander vorbei als kantige Kristalle. Genau das erklärt die weiche Haptik, die viele Eltern beim ersten Anfassen sofort bemerken.
Gleichbleibende Qualität statt geologischer Zufälle
Ein weiterer Vorteil dieses Herstellungsprinzips ist die Konstanz. Naturgestein ist ein Naturprodukt. Es kann je nach Abbauort unterschiedliche mineralische Bestandteile enthalten. Selbst innerhalb einer Region können sich Gesteinsschichten unterscheiden.
Glas hingegen wird industriell nach exakt festgelegter Zusammensetzung produziert. Jede Charge folgt derselben Rezeptur. Jede Glasperle, die im Sandolin Zaubersand verwendet wird, besitzt dieselbe Struktur und Zusammensetzung wie die vorherige.
Für Eltern bedeutet das: Es gibt keine Schwankungen, die durch unterschiedliche Gesteinsvorkommen entstehen könnten.
Worauf Eltern jetzt achten sollten
Angesichts der aktuellen Meldungen zu Asbest im Spielsand lohnt sich ein genauer Blick auf folgende Punkte:
• Besteht das Produkt aus natürlichem Rohsand
• Gibt es aktuelle Laborprüfungen auf Asbest
• Wird der Herstellungsprozess transparent erklärt
Die Diskussion um Asbest im Spielsand wird vermutlich noch eine Weile anhalten. Entscheidend ist am Ende nicht die Schlagzeile, sondern das Material, aus dem ein Produkt besteht.
Für Eltern bleibt damit eine sachliche Erkenntnis: Nicht jeder Spielsand ist gleich aufgebaut. Und genau dieser Unterschied entscheidet über das Risiko. (prm) |
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| Nachricht vom 09.03.2026 |
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