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Nachricht vom 27.02.2026
Wirtschaft
Dreifachsporthalle in Westerburg nimmt Fahrt auf – Auftaktbesprechung informierte
Die Verbandsgemeinde Westerburg hat im Rahmen einer Auftaktbesprechung über den aktuellen Fortschritt beim Bau der neuen Dreifachsporthalle informiert. Das ambitionierte Großprojekt vereint künftig Sport, Bildung und Begegnung unter einem modernen, nachhaltigen Dach.
Fotos: Wolfgang Rabsch (1), STUDIO BORNHEIM (3)Westerburg. Trotz trüben Wetters, nebelig und nasskalt, war den Teilnehmern der Auftaktbesprechung zum Bau der Dreifachsporthalle in Westerburg ganz warm ums Herz, als sie den Fortschritt der Baumaßnahmen in Augenschein nehmen konnten. Die Auftaktbesprechung wurde von der Verbandsgemeinde Westerburg organisiert, um den an der Verwirklichung des wichtigen Bauprojekts beteiligten Kommunalpolitikern, Planungsbüros und Baufirmen Gelegenheit zum persönlichen Gedankenaustausch zu bieten. Zudem sollte auch die interessierte Öffentlichkeit darüber informiert werden, dass in diesem Fall die Verwendung, nicht Verschwendung von Steuergeldern sinnvoll erfolgt.

Anwesend waren unter anderem Landrat Achim Schwickert, Markus Hof, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Westerburg, Abteilungsleiter Martin Ortseifen, Bauingenieur Christoph Dörr, Sachbearbeiter Schulen, Stefan Hartmann (alle VG Westerburg), Stadtbürgermeister Yannik Pape, die Fraktionsvorsitzenden des Stadtrats Westerburg sowie Mitarbeiter des Architekturbüros Studio Bornheim aus Frankfurt am Main, der Firma Alhäuser + König aus Hachenburg und der Firma Mogendorf & Schmitz.

Was bedeutet Dreifachsporthalle?
Auf dem Gelände an der ehemaligen Hauptschule (Breslauer Straße) errichtet die Verbandsgemeinde Westerburg im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit mit dem Westerwaldkreis einen modernen Gebäudekomplex, der eine Dreifachsporthalle, ein Lehrschwimmbecken, eine Zentralmensa und eine Bibliothek vereint.

Im Schulzentrum Westerburg nehmen zurzeit etwa 5.000 Schüler in sechs Schulen am Unterricht teil. Eine Machbarkeitsstudie hat ergeben, dass ein Fehlbedarf an Sporthallennutzeinheiten im Schulzentrum Westerburg besteht. Mit Blick auf die zukünftige Umsetzung des Ganztagsförderungsgesetzes ist der Neubau der Dreifachsporthalle ein wichtiges Element.

Mit dem Neubau schafft die Verbandsgemeinde ein multifunktionales Zentrum für Schulen, Vereine und Bürgerschaft. Das Projekt ersetzt die bisherigen Schul- und Hallengebäude und vereint künftig Sport, Bildung und Begegnung unter einem Dach. Der großzügig gestaltete Vorplatz dient als Campus und verbindet die umliegenden Schulen, die Bushaltestelle und den Haupteingang des Neubaus: ein Ort, der Bewegung, Lernen und Gemeinschaft miteinander verbindet.

Markus Hof, Bürgermeister der VG Westerburg, fand bei der Auftaktbesprechung die richtigen Worte: Mit diesem Neubau investieren wir nicht nur in die Zukunft unserer Kinder, sondern schaffen einen Ort, an dem Sport, Bildung und Begegnung in einem modernen und nachhaltigen Umfeld zusammenkommen.

Der Entwurf stammt vom Frankfurter Architekturbüro STUDIOBORNHEIM Unger Ritter Architekten. Geplant ist ein kompakter, eingeschossiger Baukörper, der sich harmonisch in die Umgebung einfügt und das bestehende Schulareal architektonisch ergänzt. Großzügige Glasflächen sorgen für helle, freundliche Räume und ermöglichen Einblicke zwischen den verschiedenen Bereichen. Das Dach wird begrünt und mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet, um umweltfreundlich Strom zu erzeugen.

Ein Ort der Begegnung für Schüler und Vereine
Die neue Dreifachsporthalle bietet als Versammlungsstätte Platz für bis zu 600 Personen und kann für den Schul- und Vereinssport flexibel in drei Teilbereiche unterteilt werden. Sie steht nicht nur dem Schulsport, sondern auch den örtlichen Vereinen zur Verfügung. Das Lehrschwimmbecken verfügt über ein 16,66 Meter langes Becken mit verstellbarem Hubboden, der unterschiedliche Wassertiefen ermöglicht. Die Realisierung eines Schwimmbeckens dieser Größe ist aufgrund einer zweckgebundenen Spende in Höhe von 1.650.000 Euro durch die Else Schütz Stiftung möglich. Die Zentralmensa ist für die Zubereitung von bis zu 500 Mahlzeiten pro Tag ausgelegt und bietet 300 Sitzplätze im Innen- und Außenbereich. Ergänzt wird das Ensemble durch eine moderne Bibliothek, die sowohl von den Schulen als auch von der Öffentlichkeit genutzt werden kann.

Großer Wert wird auf Barrierefreiheit gelegt: Sämtliche Gebäudebereiche sind schwellenlos zugänglich, ein Aufzug verbindet alle Ebenen, und in allen Funktionsbereichen stehen barrierefreie Sanitärräume zur Verfügung.

Nachhaltige Bauweise und energieeffizientes Gebäudekonzept
Auch in ökologischer und energetischer Hinsicht setzt der Neubau Maßstäbe. Das Gebäude wird überwiegend in Holzbauweise errichtet und nutzt das vorhandene Nahwärmenetz, gespeist durch Blockheizkraftwerk, Pelletkessel und Wärmepumpen. Eine moderne Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sorgt für optimale Luftqualität bei gleichzeitig hoher Energieeffizienz. Die auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage mit einer Leistung von rund 183 Kilowatt-Peak trägt zusätzlich zur Eigenstromversorgung bei. Mit dem Neubau entsteht ein modernes Bildungs- und Gemeinschaftszentrum, das die Schulen in Westerburg langfristig stärkt. Es bietet optimale Bedingungen für Unterricht, Sport, Freizeit und Begegnung und wird zu einem neuen, identitätsstiftenden Mittelpunkt für Schulen und Bürgerschaft gleichermaßen.

Weitere Fakten zur Dreifachsporthalle
Die Kostenplanung liegt zurzeit bei etwa 30,5 Millionen Euro und wird durch Bund und Land RLP gefördert. Der Westerwaldkreis und die VG Westerburg teilen die Kosten.

Folgende Förderungen wurden beantragt und sind teilweise bereits bewilligt: Ministerium für Bildung RLP – Schulbauförderung RLP, Ministerium des Innern und Sport – Regionales Zukunftsprogramm, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend – Ausbau ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder im Grundschulalter (Basismittel), Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität – Förderung Landesbetrieb Landesforsten RLP. Wenn die Baumaßnahmen planmäßig vonstattengehen, dann ist mit der Fertigstellung Ende 2027 zu rechnen.
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