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Pressemitteilung vom 26.02.2026
Region
Grüne fordern Nachbesserung: Lücken im Radverkehrsplan der Verbandsgemeinde Montabaur aufgedeckt
Die Verbandsgemeinde Montabaur hat Ende November 2025 ihr umfassendes Radverkehrskonzept vorgestellt. Trotz der detaillierten Pläne bestehen jedoch noch viele Lücken im Zielnetz, die vor allem Pendlern und Schülern den Alltag erschweren.
Symbolbild (Foto: Pixabay)Verbandsgemeinde Montabaur. Die Grünen des Ortsverbandes Simmern sehen Handlungsbedarf bei dem neuen Radverkehrskonzept der Verbandsgemeinde Montabaur und überreichten am Donnerstag (26. Februar 2026) symbolisch ein grünes Rad an Frau Wieland, Beigeordnete des Westerwaldkreises. Das neue Konzept offenbare Defizite im bestehenden Radnetz. Insbesondere das Pendler- und Basisnetz sei von zahlreichen Unterbrechungen betroffen, mit insgesamt rund 114 Kilometern an zu schließenden Lücken, davon 68 Kilometer auf wichtigen Pendlerrouten.

Eine Herausforderung stelle die geplante Führung des Radverkehrs entlang von Land- und Kreisstraßen dar, auf denen Geschwindigkeiten bis zu 100 Kilometer pro Stunde erreicht werden können. Hier fehlt es oft an sicherer Infrastruktur. Zudem basieren viele der vorgeschlagenen Verbindungen auf Wirtschaftswegen, die aufgrund fehlender Beleuchtung, unzureichender Breite oder Nutzungskonflikten mit der Landwirtschaft nicht alltagstauglich sind.

Das Konzept umfasst über 300 Maßnahmen, die von kleinen Markierungsarbeiten bis zu größeren Infrastrukturausbauten reichen. Allerdings mangelt es, laut den Grünen, an konkreten Planungen zur Umsetzung dieser Maßnahmen. Zudem sieht das Konzept die Realisierung von Piktogrammketten vor, die jedoch in Rheinland-Pfalz nicht zulässig sind. Für die Grünen bleibt das Konzept zunächst eine Grundlage, die nun mit Leben gefüllt werden muss. Es gibt zahlreiche Gelegenheiten zum Handeln, wie die Neugestaltung der Anbindung des Schulzentrums oder die Schaffung sicherer Radwege zu den Grundschulen. (PM/Red)
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