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| Pressemitteilung vom 24.02.2026 |
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| Region |
| Großer Andrang bei Informationsveranstaltung zur Windenergie in Wirges |
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| Am 23. Februar 2026 fand im Bürgerhaus Wirges eine gut besuchte Informationsveranstaltung zur Windenergie statt, organisiert von den Verbandsgemeinden Wirges und Selters. Rund 550 Interessierte kamen, um sich über geplante Projekte zu informieren und ihre Meinungen auszutauschen. |
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Wirges. Bereits vor Beginn der Veranstaltung versammelten sich rund 70 Personen zu einer Mahnwache der Bürgerinitiative "Erhaltet unsere Natur und Wälder e.V." vor dem Veranstaltungsort. Unterstützt von der Naturschutzinitiative e.V. machten sie mit Plakaten auf ihre Ablehnung gegenüber möglichen Windenergieanlagen aufmerksam.
Ab 17.30 Uhr konnten sich die Anwesenden an verschiedenen Ständen informieren. Vertreten waren unter anderem die Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz, das Schwerpunkt-Forstamt für Windenergie Rheinland-Pfalz und die Energieversorgung Mittelrhein AG (evm).
Um 18 Uhr eröffnete Moderatorin Carla Schönfelder vom Team ewen aus Darmstadt die Veranstaltung. Sie betonte, dass das Ziel des Abends darin bestehe, eine sachliche Grundlage für die Entscheidungen der Ortsgemeinderäte zu schaffen und Transparenz über mögliche Windenergieprojekte herzustellen.
Noch ist keine Entscheidung getroffen worden
Der Fachbereichsleiter Bauen, Klimaschutz und Immobilien der Verbandsgemeinde Wirges erläuterte die aktuelle Rechtslage. Eine Entscheidung über das Projekt sei noch nicht getroffen worden. Zuerst müssten die Ortsgemeinderäte darüber entscheiden, ob das Projekt weiterverfolgt wird. Danach würden Vertragsverhandlungen beginnen. Bis zur Umsetzung könne es vier bis fünf Jahre dauern.
Die Energieversorgung Mittelrhein AG stellte erste Planungen vor. Geplant sind sieben Windenergieanlagen mit einer Gesamthöhe von rund 270 Metern. Voraussetzung für die Realisierung seien umfassende Gutachten und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. Geprüft würden unter anderem Schall- und Schattenemissionen sowie artenschutzrechtliche Belange.
Im Anschluss äußerten die Bürgerinitiative und die Naturschutzinitiative ihre ablehnenden Positionen und thematisierten mögliche Auswirkungen auf Natur, Artenvielfalt und Trinkwasserversorgung.
Das Schwerpunkt-Forstamt für Windenergie berichtete von positiven Erfahrungen mit über 300 Windenergieanlagen im Rhein-Hunsrück-Kreis.
Sachliche Diskussion
In der anschließenden Fragerunde nutzten viele Bürger die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Die Diskussion verlief überwiegend sachlich. Zum Abschluss bedankte sich Bürgermeisterin Alexandra Marzi bei allen Teilnehmenden. Die Präsentationen des Abends werden bald online zur Verfügung stehen, allerdings mit Ausnahme des Beitrags der Bürgerinitiative. (PM/Red) |
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