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Nachricht vom 19.02.2026
Rheinland-Pfalz
Rheinland-Pfalz vor der Wahl: Wichtige Informationen zum Urnengang am 22. März
In Rheinland-Pfalz steht die Landtagswahl bevor, bei der rund 2,95 Millionen Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme abgeben können. Welche Parteien zur Wahl stehen, wie viele Abgeordnete gewählt werden und weitere wichtige Details erfahren Sie hier.
(Foto: Michael Brandt/dpa)Rheinland-Pfalz. Am 22. März sind die Rheinland-Pfälzer aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Insgesamt zwölf Parteien stehen zur Wahl, darunter die sechs derzeit im Parlament vertretenen: SPD, Grüne und FDP als Regierungsparteien sowie CDU, AfD und Freie Wähler in der Opposition. Auch die Linke hat Chancen, erstmals ins Parlament einzuziehen. Weitere Parteien auf dem Wahlzettel sind Volt, das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW), die Tierschutzpartei, die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) und die Partei der Humanisten.

Insgesamt 101 Abgeordnete werden gewählt. Die Fraktionen bilden dann eine Koalition und wählen voraussichtlich am 18. Mai den Regierungschef für die kommenden fünf Jahre. Der amtierende Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD), der das Amt von Malu Dreyer übernommen hat, tritt gegen CDU-Partei- und Fraktionschef Gordon Schnieder an.

Anders als in Baden-Württemberg dürfen in Rheinland-Pfalz nur Bürger ab 18 Jahren wählen. Die Ampel-Regierung scheiterte mehrfach daran, das Wahlalter auf 16 Jahre zu senken, da sie nicht die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit erreichte. CDU und AfD waren dagegen.

Die Wahlbenachrichtigungen wurden bereits verschickt. Am Wahltag selbst können Wahlberechtigte zwischen 8 und 18 Uhr ihre Stimmen in einem Wahllokal oder per Briefwahl abgeben. Für die Briefwahl ist ein Antrag erforderlich, der sich auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung befindet.

Jeder Wähler hat zwei Stimmen: eine Erststimme für den Direktkandidaten und eine Zweitstimme für die Partei. In den 52 Wahlkreisen treten prominente Kandidaten gegeneinander an, darunter Innenminister Michael Ebling (SPD) und Kulturministerin Katharina Binz (Grüne) in Mainz, sowie Ministerpräsident Alexander Schweitzer in der Südlichen Weinstraße und CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder in der Vulkaneifel.

Bei der letzten Wahl 2021 wurde die SPD mit 35,7 Prozent der Zweitstimmen stärkste Kraft, gefolgt von der CDU mit 27,7 Prozent. Die Grünen erhielten 9,3 Prozent, die AfD 8,4 Prozent und die FDP 5,5 Prozent. Die Freien Wähler zogen mit 5,4 Prozent erstmals in den Landtag ein. Die SPD stellt mit 39 Sitzen die größte Fraktion, gefolgt von der CDU mit 31. SPD, Grüne und FDP bilden die Regierungsfraktionen, während CDU und AfD in der Opposition sind. Die Freien Wähler verloren ihren Fraktionsstatus und sind nun eine parlamentarische Gruppe. (dpa/bearbeitet durch Red)

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