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Nachricht vom 19.02.2026
Politik
Kandidat für die Landtagswahl 2026: André Butscheike (Bündnis 90/Die Grünen)
Am Sonntag, 22. März, stehen die rheinland-pfälzischen Landtagswahlen 2026 an. Doch wer sind die Direktkandidierenden, denen wir unsere Stimme geben sollen, was sind ihre Vorstellungen und Ziele für unsere Region? Die Kuriere haben nachgefragt und allen die gleichen Fragen geschickt. Hier die Antworten von André Butscheike (Bündnis 90/Die Grünen)
André Butscheike (Foto: Anne Moldenhauer)Wahlkreis Montabaur. Unverfälscht und echt sollen die Antworten der Kandidierenden zur Landtagswahl sein. Deshalb sind alle Antworten original zitiert, ohne Bewertung, ohne Kommentar, ohne Kürzung oder Anmerkung. Die Aussagen der Politiker spiegeln nicht die Meinung der Kuriere wider, sondern ausschließlich die des Kandidierenden. Hier sind die Antworten von André Butscheike (Bündnis 90/Die Grünen).

Wofür haben Sie sich bisher politisch engagiert – und wieso?
Ich engagiere mich politisch, weil ich die Zukunft des Westerwalds aktiv mitgestalten möchte - sozial gerecht, ökologisch verantwortungsvoll und wirtschaftlich stark. Seit 2020 bin ich Mitglied bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Seit 2022 arbeite ich im Kreisvorstand Westerwald mit, seit 2023 als Kreisvorsitzender. Seit 2024 bin ich Mitglied im erweiterten Landesvorstand der GRÜNEN Rheinland-Pfalz, im Verbandsgemeinderat Ransbach-Baumbach sowie im Schulträgerausschuss des Westerwaldkreises. Mein Antrieb ist die Überzeugung, dass die Perspektive ländlicher Räume bei politischen Entscheidungen konsequent mitgedacht werden muss. Herausforderungen in den Bereichen Mobilität, digitale Infrastruktur, wohnortnahe Gesundheitsversorgung und Arbeitsplätze erfordern andere Lösungen als in Städten. Ich möchte dazu beitragen, dass junge Menschen gerne im Westerwald bleiben oder zurückkehren, Unternehmen vor Ort investieren und unsere Region lebenswert bleibt - durch konsequenten Klimaschutz und eine kluge Anpassung an den Klimawandel.

Was muss sich in Rheinland-Pfalz dringend verändern?
Ich erlebe Rheinland-Pfalz als lebenswertes Bundesland mit vielen engagierten Menschen, in dem in den vergangenen Jahren auch viel richtig gemacht wurde - etwa im Naturschutz und beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Unser Land hat eine solide wirtschaftliche Basis, lebendige Regionen und eine hohe Lebensqualität, auf der wir aufbauen können. Gleichzeitig sehe ich aber auch deutlichen Verbesserungsbedarf.

So besteht aus meiner Sicht dringender Handlungsbedarf bei der Anpassung an die Folgen der menschengemachten Erderwärmung, insbesondere beim Hochwasserschutz, bei der Hitzeanpassung und beim Schutz vor Extremwetterereignissen. Zudem braucht es in ländlichen Räumen mehr Investitionen sowie moderne Konzepte für die medizinische Versorgung und den öffentlichen Nahverkehr.

Das Ehrenamt, eine zentrale Säule unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens, muss deutlich mehr Wertschätzung und Unterstützung erfahren. Gleichzeitig sollten Menschen und Unternehmen vor Ort stärker von den Fortschritten beim Ausbau der erneuerbaren Energien - insbesondere der Windkraft - profitieren, damit sie zu aktiven Unterstützern auf dem Weg zu einer klimaneutralen Wirtschaft werden. Rheinland-Pfalz muss ausgehend von seiner soliden Basis ökologisch, sozial und wirtschaftlich zukunftsfest weiterentwickelt werden.

Was sollte sich ändern, damit die Gesundheitsversorgung im Wahlkreis stabil und zuverlässig bleibt?
Zur Sicherung der ambulanten Versorgung brauchen wir den Ausbau von Medizinischen Versorgungszentren als zentrale Anlaufstellen in den Verbandsgemeinden. Diese sollten entweder kommunal oder im Rahmen kommunal-privater Partnerschaften initiiert und betrieben werden. Hierbei muss das Land gezielte Beratungsangebote für Kommunen schaffen, damit fehlende Expertise in den Verwaltungen den Aufbau solcher Einrichtungen nicht behindert.

Zusätzlich können mobile Arztpraxen und Telemedizin die Versorgung im ländlichen Raum stärken. Auch die Gemeindeschwester als wichtige Schnittstelle zwischen Patientinnen und Patienten sowie Ärztinnen und Ärzten muss weiter gesichert und personell ausgebaut werden. Darüber hinaus braucht es regionale Gesundheitskonferenzen, damit Gesundheitsversorgung als interkommunale Aufgabe verstanden wird und nicht einzelne Verbandsgemeinden in einen Wettbewerb um Förderprogramme für Praxisansiedlungen geraten.

Damit die stationäre Versorgung in den Kliniken in Dernbach und Montabaur erhalten bleibt, benötigen wir mehr Ärztinnen und Ärzte im Land - unter anderem durch zusätzliche Medizinstudienplätze, etwa über weitere Medizincampi in Koblenz und Trier. Außerdem muss die Krankenhausreform des Bundes konsequent umgesetzt werden.

In der Notfallversorgung stellen längere Wege im ländlichen Raum eine besondere Herausforderung dar. Hier können integrierte Notfallzentren, mobile Rettungsteams und der Ausbau der Rettungshubschrauberflotte wichtige Verbesserungen bringen. Zudem muss die Geburtsstation in der Klinik Dernbach gesichert und der Aufbau von Geburtshäusern als zusätzlichen Anlaufstellen für werdende Eltern unterstützt werden.

Was sind aus Ihrer Sicht die dringendsten Infrastrukturprobleme in Ihrem Wahlkreis (Straßen, Brücken, ÖPNV, digitale Netze) – und welche drei Projekte würden Sie in der nächsten Legislaturperiode priorisieren?
Meine oberste Priorität ist die bessere Verzahnung von Straßensanierung und Radverkehrsausbau. Wenn Straßen erneuert werden, müssen sichere, durchgängige und alltagstaugliche Radwege direkt mitgeplant werden - insbesondere auf Schulwegen innerhalb der Orte, Pendlerstrecken zu den Industrie-/Gewerbegebieten und zwischen den größeren Orten Montabaur, Ransbach-Baumbach, Wirges und Wallmerod. Dazu zählt aber auch ein Alltagsradweg, der den Westerwald mit dem Rheintal verbindet.

Zweitens setze ich auf die Stabilisierung und den Ausbau des ÖPNV. Die neue Bustaktung im Westerwaldkreis muss finanziell abgesichert werden. Eine dichtere Taktung und der Ausbau von On-Demand-Angeboten wie Rufbussen sollten geprüft und vorangetrieben werden, im Einklang mit dem Landesnahverkehrsplan.

Drittens muss die Sanierung zentraler Verkehrsachsen und Brücken Vorrang vor teuren Neubauprojekten haben. Statt kostspieliger Verlegungen, wie beispielsweise der B49 durch das FFH-Gebiet der Montabaurer Höhe, sollten zunächst bestehende Straßen saniert und lange geplante Ortsumgehungen umgesetzt werden – nach dem Prinzip "Erhalt vor Neubau".

Wo sehen Sie die Grenzen der Koexistenz von Wolf und Weidetierhaltung, und unter welchen Bedingungen befürworten Sie die Entnahme einzelner Tiere? Wie sollte das Spannungsfeld zwischen Naturschutz, Tierwohl, Wolfsvorkommen und der Sicherung der Weidetierhaltung in Rheinland-Pfalz künftig politisch ausbalanciert werden?
Die Koexistenz von Wolf und Weidetierhaltung hat dort klare Grenzen, wo trotz fachgerechtem Herdenschutz wiederholt erhebliche Schäden entstehen und eine tierschutzgerechte Weidethaltung gefährdet wird. Priorität hat wirksamer, geförderter Herdenschutz, da dieser wissenschaftlich belegt am effektivsten ist. Gleichzeitig befürworte ich die gezielte Entnahme von Problemwölfen, wenn Tiere wiederholt gut geschützte Herden angreifen und sich nicht vergrämen lassen. Dafür braucht es klare rechtliche Grundlagen, fachliche Bewertungen und schnellere Entscheidungsprozesse. Eine Anpassung des Landesjagdgesetzes ist notwendig, damit Jägerinnen und Jäger rechtssicher handeln können. Ziel ist, den Wolf als geschützte Art zu erhalten, ohne die Weidetierhaltung als wichtigen Bestandteil von Naturschutz, Kulturlandschaft und ländlicher Wirtschaft zu gefährden.

Welche drei wirtschaftspolitischen Schwerpunkte wollen Sie in Rheinland-Pfalz setzen, um Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen, insbesondere im industriellen Mittelstand und bei Start-ups?
Erstens möchte ich Innovation, Start-ups und Gründungen systematisch stärken. Dazu gehören eine landesweite Start-up-Strategie, bessere Wachstumsfinanzierung, ein intensiverer Technologietransfer aus Hochschulen sowie gezielte Förderung in Zukunftsfeldern wie Biotechnologie, IT, Künstlicher Intelligenz und nachhaltiger Mobilität. Ziel ist, innovative Unternehmen nicht nur zu gründen, sondern langfristig in Rheinland-Pfalz zu halten.

Zweitens will ich den industriellen Mittelstand klimaneutral und wettbewerbsfähig modernisieren. Investitionen in Energieeffizienz, erneuerbare Energien und klimafreundliche Produktionsprozesse sollen gezielt gefördert, bürokratische Hürden abgebaut und verlässliche Rahmenbedingungen für langfristige Investitionen geschaffen werden. So sichern wir bestehende Arbeitsplätze in einer sich wandelnden Wirtschaft.

Drittens setze ich auf die Sicherung von Fachkräften durch eine verbindlichere Berufsorientierung in allen Schulformen, die Stärkung der beruflichen Bildung, eine kostenfreie Meisterqualifikation sowie bessere Sprachförderung für zugewanderte Arbeitskräfte, um sie schneller in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Was ist Ihr Konzept, damit der Strukturwandel (Klimaschutz, Digitalisierung, Fachkräftemangel) nicht zulasten der ländlichen Räume geht?
Wir müssen Klimaschutz als Chance für den ländlichen Raum begreifen. Der Ausbau erneuerbarer Energien, energetische Sanierungen, der Aufbau von Wärmenetzen und klimafreundliche Industrieanlagen sichern Arbeitsplätze im Handwerk und schaffen neue Nachfrage für mittelständische Unternehmen.

Gleichzeitig sollten Kommunen und Bürgerinnen und Bürger über Energiegenossenschaften und faire Bürgerstrommodelle direkt von den Erträgen erneuerbarer Energieanlagen profitieren. So bleibt die Wertschöpfung in der Region und erhöht die Akzeptanz für die Energiewende. Darüber hinaus brauchen ländliche Räume wie der Westerwald eine gleichwertige digitale und soziale Infrastruktur. Dazu zählen flächendeckende Glasfaseranschlüsse, ein lückenloses 5G-Netz, eine digitalisierte Verwaltung, Co-Working-Angebote, eine gesicherte Gesundheitsversorgung, verlässliche Kinderbetreuung, bezahlbarer Wohnraum und lebendige Ortsgemeinschaften. Nur so bleiben ländliche Regionen für Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und Unternehmen attraktiv. Dem Fachkräftemangel muss mit verbindlicher Berufsorientierung, einer Stärkung der berufli-chen Bildung, einer kostenfreien Meisterqualifikation und gezielter Fachkräftezuwanderung be-gegnet werden.

Wie wollen Sie die Bildungspolitik in Rheinland-Pfalz in den kommenden fünf Jahren gestalten – insbesondere mit Blick auf Unterrichtsqualität, Lehrkräftegewinnung, Inklusion, Digitalisierung der Schulen und Entlastung von Schülern und Lehrkräften?
Als Lehrer weiß ich, wie entscheidend gute Rahmenbedingungen für erfolgreichen Unterricht sind. Lehrkräfte brauchen mehr Zeit für ihre eigentliche pädagogische Arbeit. Deshalb setze ich mich für multiprofessionelle Teams an Schulen ein - mit Verwaltungskräften, IT-Fachpersonal, Psychologinnen und Psychologen sowie Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen.

Kleinere Lerngruppen und mehr individuelle Förderung erfordern mehr Lehrkräfte. Die Lehramtsausbildung sollte praxisnäher gestaltet und die Zahl der Studienplätze stärker am tatsächlichen Bedarf ausgerichtet werden.

Die Basiskompetenzen Lesen, Schreiben und Mathematik müssen in allen Jahrgangsstufen gestärkt werden. Dafür sind angepasste Lehrpläne und eine veränderte Fächerstruktur notwendig. Moderne Bildung braucht außerdem moderne Schulgebäude. Viele Schulen benötigen dringend Sanierungen - von Sanitäranlagen über Klassenräume bis hin zu Sporthallen. Parallel dazu muss die digitale Ausstattung erneuert und ein verlässlicher technischer Support aufgebaut werden. Digitalisierung sollte pädagogisch sinnvoll genutzt werden - nicht als Selbstzweck. Zudem liegt mir die psychische Gesundheit von Schülerinnen und Schülern am Herzen. Weniger Leistungsdruck, neue Formen der Leistungsbewertung sowie mehr Beratungs- und Unterstützungsangebote sind aus meiner Sicht dringend notwendig.

Deshalb sind Sie in die Partei eingetreten, für die Sie als Kandidat antreten:
Ich bin in diese Partei eingetreten, weil mich meine Verantwortung als Vater und Lehrer bewegt - und weil Zuschauen nicht mehr ausreichte. Meine Kinder und meine Schülerinnen und Schüler sollen in einer lebenswerten, gerechten und zukunftsfähigen Welt aufwachsen. Ein prägender Moment war 2019, als mich Schülerinnen und Schüler fragten, warum ich als Erdkunde- und Biologielehrer nicht selbst bei Fridays for Future aktiv werde, obwohl ich die Folgen der Klimaerwärmung fachlich kenne und im Unterricht thematisiere. Diese Frage hat mich tief nachdenklich gemacht - und letztlich dazu gebracht, selbst politisch aktiv zu werden. Seitdem engagiere ich mich, weil ich möchte, dass junge Menschen in einer intakten Umwelt, mit fairen Bildungschancen und in einer offenen, toleranten und demokratischen Gesellschaft aufwachsen - und weil ich meinen eigenen Kindern sowie meinen Schülerinnen und Schülern zeigen möchte, dass Engagement und Haltung tatsächlich etwas verändern können.

Worüber können Sie lachen?
Über Markus Söders Instagram-Account, den Podcast Baywatch Berlin und beim wöchentlichen Training der Dog City Dream Dancer (Männerballett)

Was löst bei Ihnen Frust aus oder macht Sie sogar wütend?
Mich frustriert, wenn offensichtliche Probleme auf kommunalpolitischer Ebene seit Jahren bekannt sind, aber von Räten und Verwaltungen nur zögerlich oder gar nicht angegangen werden. Besonders belastend finde ich es, wenn ängstliches Verwalten dazu führt, dass die Zukunft junger Menschen beeinträchtigt wird.

Mich macht außerdem wütend, dass rechtsextreme Akteure im Internet zu häufig nahezu ungehindert hetzen, bedrohen und gezielt Desinformation verbreiten, während die Rechtsdurchsetzung hinterherhinkt. In sozialen Medien entsteht teilweise ein rechtsfreier Raum, in dem Volksverhetzung, Verleumdung und Gewaltandrohungen nicht mit der gleichen Konsequenz verfolgt werden wie im analogen Leben. Ich bin überzeugt: Was offline strafbar ist, muss auch online konsequent verfolgt werden können.

Welche Schlagzeile würden Sie gerne mal lesen?
Wahl-Beben im Westerwald: Grüne erstmals stärkste Kraft im Kreistag - AfD bleibt ohne Mandat

Was betrachten Sie als Ihre größte Fehleinschätzung bezogen auf Ihre eigene politische Arbeit und/oder Partei?
Zu Beginn habe ich manche kommunalpolitischen Vorhaben, etwa zur Verbesserung der Verkehrssituation vor der Grundschule Ransbach-Baumbach, zu optimistisch in der Umsetzungsgeschwindigkeit eingeschätzt. Ich habe unterschätzt, wie langwierig Entscheidungsprozesse in der Kommunalpolitik sein können und wie stark selbst die Benennung des Antrags politische Mehrheiten massiv beeinflusst.

Deshalb sollten die Wähler mir ihre Stimme geben:

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Kurzer Steckbrief

Wohnort: Hundsdorf
Geburtsdatum: 2. Januar 1986
Familienstand: verheiratet

Beruflicher Lebenslauf/Ausbildung: 2012 Erstes Staatsexamen; 2014 Zweites Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien in Erdkunde und Biologie; 2014 bis 2019 Lehrer am Gymnasium im Kannenbäckerland; seit 2020 Studiendirektor am Staatlichen Studienseminar für das Lehramt an Gymnasien
Politischer Werdegang: seit 2020 Mitglied bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN; 2021 bis 2023 Mitglied im erweiterten Kreisvorstand; seit 2023 Kreisvorsitzender; seit 2024 Mitglied im erweiterten Landesvorstand und im Verbandsgemeinderat Ransbach-Baumbach
Gesellschaftliches Engagement und Vereinsaktivitäten: ehemaliger Herrenbasketballtrainer; ehemaliger Lehrwart des Basketballverbands Rheinland; aktueller Jugendtrainer beim BBC Montabaur

Hobbys: Laufen, Rennradfahren, Kochen
Drei Lieblingsorte im Wahlkreis: Dorfgemeinschaftshaus Hundsdorf, Waldspielplatz Horessen, Caaner Schweiz
Vorbilder: Dirk Nowitzki, Robert Habeck
Kontaktdaten zur Veröffentlichung: andre.butscheike@gruene-ww.de

Eine kurze Übersicht aller Direktkandidierenden für den Westerwaldkreis finden Sie hier. (Red)
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