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| Nachricht vom 18.02.2026 |
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| Rheinland-Pfalz |
| Bündnis fordert neues Gesetz für besseren Wohnraum in Rheinland-Pfalz |
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| In Rheinland-Pfalz schlägt ein Bündnis aus Umwelt-, Sozial- und Mieterverbänden Alarm: Die Wohnsituation im Land ist vielerorts problematisch. Mit einem neuen Gesetz soll sich das ändern. |
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Mainz. Ein Zusammenschluss von Umwelt-, Sozial- und Mieterverbänden hat die Einführung eines Wohnraumaufsichtsgesetzes in Rheinland-Pfalz gefordert. Dies geht aus einem Schreiben hervor, das von der Verbraucherzentrale des Landes veröffentlicht wurde. "Hohe Heizkosten, maroder Wohnungsbestand, fehlende Eingriffsmöglichkeiten der Kommunen und eine niedrige Sanierungsquote treffen auf ambitionierte Klimaziele und vielerorts knappen bezahlbaren Wohnraum", heißt es darin.
Mehr als ein Drittel der Gebäude im Land gilt als energetisch stark sanierungsbedürftig. Besonders Menschen mit niedrigen Einkommen leiden unter den hohen Heizkosten. "Wir erleben in unseren Beratungen täglich, wie Menschen wegen steigender Heizkosten in finanzielle Schwierigkeiten geraten", sagte Heike Troue, Vorständin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, in dem Schreiben. "Das ist kein individuelles Versagen, sondern ein strukturelles Problem eines veralteten Gebäudebestands."
Ein Wohnraumaufsichtsgesetz solle klare Mindeststandards festlegen und den Kommunen mehr Eingriffsmöglichkeiten geben. "Kein Mensch sollte in einer Wohnung mit Schimmel oder ohne funktionierende Heizung leben müssen", betonte Troue. "Ein Wohnraumaufsichtsgesetz ist überfällig."
Die Organisationen kritisieren den bisherigen Schwerpunkt auf Neubau. Stattdessen müsse der Fokus stärker auf Sanierung, der Reaktivierung von Leerstand und der Umnutzung bestehender Gebäude liegen. In Rheinland-Pfalz stehen nach ihren Angaben mehr als 80.000 Wohnungen leer.
Zu den Unterzeichnern des Schreibens gehören die Landesverbände des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), des Deutschen Mieterbunds, der Liga der freien Wohlfahrtspflege, des Naturschutzbunds Nabu, der Naturfreunde, des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, der Verbraucherzentrale und des Verbands Wohneigentum. (dpa/bearbeitet durch Red) |
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